Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

Autark

Das bittere Ende: Theater am Marientor pleite

Für Berufsverbrecher Stefan Kühn ist die Pleite der Super-GAU im Autark-Betrug

Zurück

Stefan Kühn und sein Geschäftsführer Jörg Platen stehen vor der Verhaftung: Der Schaden beim "Theater am Marientor" geht in die Millionen

Das Kartenhaus der Ganoven Stefan Kühn und Jörg Platen ist zusammengefallen: Pünktlich um 11 Uhr hat das Amtsgericht Duisburg das Insolvenzverfahren über die TaM Betriebsgesellschaft mbH eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Nikolaos Antoniadis bestimmt. Die Insolvenz der TaM hat weitreichende Folgen für das gesamte Betrugs-Imperium des Berufsverbrechers Stefan Kühn.

Das Insolvenzverfahren in Duisburg wird unter der Nummer 60 IN 98/19 geführt.

Damit dürfte auch jetzt schon feststehen, dass das als Weltpremiere angekündigte Musical "Wallace" auch kurz vor Weihnachten nicht mehr aufgeführt werden kann. Die Premiere war erst vor wenigen Tagen verschoben worden.

Zu eng sind die Verflechtungen zwischen der jetzt insolventen TaM Betriebsgesellschaft, der Autark Entertainment Group AG und der handelnden Personen. Es ist ein Netzwerk Krimineller, die durch ihre Inkompetenz, Gier und Größenwahnsinn für das Ende verantwortlich sind.

Für Berufsverbrecher Stefan Kühn ist die Pleite der ultimativen Super-GAU im Betrugsnetzwerk Autark. Denn zum ersten Mal hat Insolvenzverwalter Nikolaos Antoniadis jetzt die Möglichkeit, sämtliche Strukturen, alle Geldflüsse und jeden Geschäftsvorfall unter die Lupe zu nehmen.

Insolvenzverwalter arbeiten eng mit dem Gericht zusammen. Das Insolvenzrecht räumt ihnen weitreichende Befugnisse und Möglichkeiten ein. Da es sich auch bei der TaM Betriebsgesellschaft um ein betrügerisches Unternehmen handelt, muss sogar damit gerechnet werden, dass neben Berufsverbrecher Stefan Kühn auch der offizielle Geschäftsführer Jörg Platen in Untersuchungshaft wandern. Möglicher Haftgrund: Verdunkelungsgefahr.

Denn: Beide haben über Wochen die Märchen verbreitet, dass angeblich wegen "negativer Presse", "Erpressungen" und anderer Vorfälle "Investoren abgesprungen sind". Platen hatte sogar verbreitet, dass seine Ehefrau Karin Schönberger, angeblich eine leitende Angestellte bei der Commerzbank, die benötigten Millionen "besorgen" würde. Das alles sind und waren Märchen.

Tatsächlich ist die TaM seit Monaten pleite, die Insolvenz wurde verschleppt, während Platen noch Aufträge in sechsstelliger Höhe verteilte. Stefan Kühn hat zumindest offiziell kein Vermögen, Aktelle Information führen zu illegalen Konten nach Malta, Zypern und Israel.

Kühn und Platen dürfen jetzt dem Insolvenzverwalter Antoniadis und der Staatsanwaltschaft Unterlagen und Nachweise liefern, wann welche Investoren in welcher Höhe ihre Finanzierungszusagen gegeben haben. Und sie müssen beweisen, dass die TaM nicht überschuldet war und zu keinem Zeitpunkt (bis heute) eine Insolvenzverschleppung vorliegt.

Ein nahezu unmögliches Unterfangen, da Platen und Kühn ständig Gelder zwischen geheimen Treuhandkonten und dubiosen Unternehmen und Geschäftspartnern verschoben haben. Steuerfrei hat Stefan Kühn zudem sechsstellige Beträge in bar kassiert und verschwinden lassen. Gelder, die eigentlich der TaM gehören.

Platen und Kühn müssen nachweisen, dass die TaM Betriebsgesellschaft mbH nicht schon am Anfang des Abenteuers "Wallace" die Mittel hatte, ein Zehn-Millionen-Abenteuer einzugehen. :gerlachreport liegen umfassende Dokumente und Belege vor, die beweisen, dass es zu keiner Zeit eine seriöse Kostendeckung gab und diese auch gar nicht vorgesehen war.

Es bleibt abzuwarten, wann Jörg Platen gegenüber den Strafermittlern auspackt und die Strukturen und Betrügereien offen legt. Kaum anzunehmen, dass er den Kopf für die Schweinereien des Berufsverbrechers Stefan Kühn hinhalten wird.

Schlimmer noch: Der dubiose Professor Dr. Heinz-Chrstian Knoll hatte zusammen mit Kühns Tochter Laura Koschate sogar noch Wertgutachten der TaM Betriebsgesellschaft mbH gefälscht, um den damit verbundenen Börsengang der Autark Entertainment Group AG sicherzustellen. Es wurden zudem Unterlagen für Registergerichte gefälscht.

Die BaFin ist inzwischen über den Niedergang der Autark-Gruppe informiert. Einen Börsengang oder ein Handel mit Autark-Aktien ist nach derzeitigem Stand "ausgeschlossen", heißt es.

Alle offenen und geheimen Vorgänge wird jetzt der Insolvenzverwalter aufdecken. Sämtliche Berichte des :gerlachreport werden bestätigt werden. Niemand wird jemals wieder behaupten können, dass die Redaktion hinter einem "Erpressungsversuch" stehen könnte.

Für Berufsverbrecher Stefan Kühn zieht sich auch die Schlinge in einer anderen Frage zu: Er hatte vor Wochen die Absage des Musical "Wallace" verkündet und dann über seinen Pressesprecher Michael Mohr verkünden lassen, dass sein Pressezugang bei der Deutschen Presseagentur "gehackt" worden sei. Mit dieser frechen Lüge wollte er den schleppenden Vorverkauf ankurbeln.

Überhaupt: Künstler, Lieferanten, Investoren, Geschäftspartner - sie alle werden jetzt die Messer wetzen. Es wir ein sinnbildliches "Blubad geben", wie ein Lieferant sagt. Vorsätzlich, willentlich und betrügerisch wurden gutgläubige Menschen ausgenommen. Selbst Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link wurde "gelinkt".

Es wird spannend in den nächsten Wochen, wenn das gesamte Ausmaß des Betrugssystems Stefan Kühn und seiner Spießgesellen an die Öffentlichkeit kommt.

Zurück

Unterstützen Sie uns

 

Fördern Sie unsere Arbeit. Nie war unabhängige, investigative Berichterstattung wichtiger. Wir bestimmen den Weg unserer Agenda und Redaktion selbst. Unser Journalismus ist frei. Er wird nicht von Milliardären, Politikern oder Aktionären beeinflusst. Helfen Sie uns bei unserer Arbeit. Jeder Betrag, den wir von Lesern wie Ihnen erhalten, ob groß oder klein, fließt direkt in die Finanzierung unseres unabhängigen Journalismus.

Es geht ganz einfach: PayPal.me/newsroomllc

Wenn Sie unsere Arbeit als Unternehmen unterstützen wollen, können wir Ihnen einen entsprechenden steuerlich absetzbaren Aufwand in Rechnung stellen.

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.