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Corrigo

Vom Bräutigam zum König

König bekam ein Auto für knapp 200.000 Euro

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Stefan König ist für die Corrigo AG ein wichtiger Vertriebsmann. Ein freier Mitarbeiter, der von Ralf Willems ein Auto für knapp 200.000 Euro bekommen hat

Bis heute hat Corrigo-Boss Ralf Willems vehement bestritten, dass er die 440.000 MEG-Adressen vom „schönen Alex“ Bräutigam bekommen hat. Willems: „Herr Bräutigam ist mir nicht persönlich bekannt. Er hat sich nicht in das Unternehmen eingekauft, ist also weder beteiligt noch sonst wie begünstigt. Eine aktive Zusammenarbeit mit CORRIGO gibt es nicht. Er hat keine Daten in das System eingeliefert.“

Der vom :gerlachreport aufgedeckte Corrigo-Skandal um die 440.000 gestohlenen MEG-Adressen von Mehmet Göker wird aber immer wilder.

Jetzt kam heraus, dass neben Alexander Bräutigam eine ganze Hand voll ehemaliger MEG-Mitarbeiter ihre Finger mit im Corrigo-Spiel haben: Marc Kleinert, ehemaliger MEG’ler und bekennender Reichsbürger steckt wie Sascha Hopp, Chef der Adressenmühle Adsolvix ganz tief im Corrigo-Sumpf. Kaum verwunderlich: Auch Hopp ist natürlich ein ehemaliger MEG-Mann.

Bis zum heutigen Tag hat Corrigo-Boss Ralf Willems seine Adressen auch von Adsolvix bekommen. Da kann er freimütig bekennen, dass Alexander Bräutigam ihm die Adressen nicht direkt verkauft hat. Möglicherweise kam Bräutigam auch zu spät.

Der Adressen-Deal dürfte von Anfang an über den Willems-Intimus Stefan König gelaufen sein. König ist ein gescheiterter freiberuflicher ehemaliger Kapitalanlage- und Versicherungsvermittler, der frühzeitig im Dunstkreis der MEG sein Unwesen getrieben hat. Seine engen Kontakte zu Bräutigam, Kleinert und Hopp waren dann auch der Schlüssel für Willems und die Corrigo. Die war im Aufbau und brauchte jeden Kunden.

Die Kooperation zwischen König und Willems hatte aber ihren Preis. Denn dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist, darf mehr als bezweifelt werden: Stefan König bekommt für seine zweifelhaften Dienste bei der Corrigo AG einen stattlichen Dienstwagen - einen weißen Mercedes SL 65 AMG GT im Wert von annähernd 200.000 Euro - inklusive Extras.

Eine offizielle Funktion hat König bei Corrigo nicht. Er ist dort auch nicht angestellt - damit darf er den Wagen praktisch steuerfrei benutzen. Solche Geschäfte gibt es selbst bei ausgebufften Steuerhinterziehern selten: Wieso König also eine derartige Luxuskarosse fahren darf und Willems dafür bezahlt, bleibt das düstgere Geheimnis der beiden Männer.

Stefan König ist der stattlich honorierte „freie“ Verbindungsmann zwischen der Corrigo AG und den MEG-Leuten. In der Branche ist es längst ein offenes Geheimnis, dass die 440.000 Adressen seit Monaten auch von der Bielefelder Adsolvix angeboten werden. Unter den Abnehmern: Ralf Willem und die Corrigo AG.

Selbst die Knöllchen für zu schnelles Fahren darf Ralf Willems für Stefan König bezahlen: 440.000 Adressen wollen bewegt werden.

Stefan König, der rasende Adresshändler für die Corrigo AG: Selbst die Knöllchen für zu schnelles Fahren bezahlt Corrigo-Boss Ralf Willems

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