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Corrigo

Schmutzige Spiele hinter der Fassade?

Nur der Name, nicht die Methode hat sich geändert

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Mehmet Göker ist ganz tief in die Geschäfte der Corrigo AG verstrickt: Er kassiert auch heute noch für gestohlene Daten deutscher Großunternehmen und wohlhabender Kunden

Schlimmer Verdacht gegen die in Kaisersesch ansässige Corrigo AG: Das Unternehmen, das sich auf den Wechsel von privaten Krankenversicherungen spezialisiert hat, arbeitet offenbar als Tarnorganisation für den mit internationalem Haftbefehl gesuchten Mehmet Göker. Der am 2. April 1979 in Kassel geborene Göker hatte als Chef der MEG ganz neue kriminelle Standards in der deutschen Finanz- und Versicherungsbranche gesetzt.

Seine Methoden brachten eine ganze Branche in Verruf: Steuerhinterziehung, Scheinselbständigkeiten von Versicherungsvermittlern, Untreue, Insolvenzverschleppung, Verrat von Geschäftsgeheimnissen, Datendiebstahl und gewerbsmässiger Betrug.

Als die Staatsanwaltschaft dann auch wegen „Beiseiteschaffen von Geschäftsdaten“ und dem „gewerbsmäßigen Verrats von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen und des Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz“ ermittelte, setzte sich Göker in die Türkei ab. Gegen ihn liegt ein Internationaler Haftbefehl vor, der jedoch nicht vollstreckt werden kann, weil mit der Türkei kein Auslieferungsabkommen besteht.

Gökers Geschäftsmodell hat jetzt bei der Corrigo AG „einen würdigen Nachfolger gefunden“, wie ein Mitarbeiter gegenüber :gerlachreport berichtet. Und: „Das gesamte Geschäft findet in enger Abstimmung mit Mehmet Göker statt“. Leidtragende dürften am Ende einmal mehr die Kunden sein.

So ist nicht verwunderlich, dass sich enge Vertraute des einstigen Größten der Krankenversicherungs-Branche jetzt in unterschiedlichen Funktionen bei der Corrigo AG wiederfinden - in ihrem Gepäck die wertvollen Adressenstämme aus dem Hause Göker, der sich dafür fürstlich bezahlen lässt.

Ende Februar 2015 forderte der Versicherer AXA vor dem Landgericht Kassel von Göker 2,6 von 3,1 Millionen Euro insgesamt geleisteten Vorschüssen zurück. Das Unternehmen berief sich dabei auf Courtagehaftungsansprüche. Der jetzige Aufsichtsratsvorsitzende der Corrigo AG, Roland Zimmer, hatte als Ex-Geschäftsführer der AXA GmbH, die Zahlungen abgenickt.

So ist auch nicht verwunderlich, dass er die Heerschar der kriminellen Führungskräfte der MEG wie selbstverständlich heute bei der Corrigo AG weiterbeschäftigt - ein weiteres Indiz dafür, dass sich wohl nur der Name geändert hat.

Die Methoden sind so korrupt wie eh und je.

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