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OneCoin

China: Schwerer Schlag gegen den OneCoin-Betrug

OneCoin-Jagd fortgesetzt - 35 Führungsmitglieder zu langjähriger Haft verurteilt

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Die chinesische Polizei geht weiterhin massiv gegen das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife vor. In China wurde eine Verhaftungswelle gestartet. 35 OneCoiner wurden inzwischen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt

Die chinesische Polizei macht massiv Jagd auf das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife. Und zwar sehr viel massiver, als zunächst angenommen. Inzwischen wurden nahezu 100 Millionen US-Dollar sichergestellt, die durch Mitarbeiter des Betrugsnetzwerkes in China eingesammelt wurden. Gleichzeitig wurden 35 Personen aus dem OneCoin-Netzwerk zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Neben den drei führenden Top-„Affiliates“ des Betrugsnetzwerkes in Giandong wurden in den vergangenen Tagen „mindestens zwei Dutzend weitere führende Personen aus dem OneCoin-Netzwerk dingfest gemacht“, hieß es in Peking gegenüber :gerlachreport.

Bereits in Gunandong waren mehr als 45 Millionen Dollar sichergestellt worden.

In der Provinz Hunan wurden jetzt 35 Personen verurteilt, die der Führungsebene des OneCoin-Netzwerkes zugeschrieben werden. Ihnen wurde Mitgliedschaft in einer „illegalen Organisation, Teilnahme an Betrug sowie illegale Pyramidensysteme“ vorgeworfen. Die Verurteilten hatten besonders in ärmlichen Regionen mit den üblichen One-Coin-Versprechen Millionenbeträge eingesammelt. Betroffen sind nach Mitteilung der Ermittlungsbehörden „mehrere tausend Personen“.

Vor der großen Strafkammer des Volksgerichtshof wurde am 8. September 2017 zudem festgehalten, dass es sich „bei dem aus Bulgarien stammenden OneCoin-System um ein Betrugssystem gigantischen Ausmaßes handelt.“ Das chinesische Gericht: „OneCoin ist keine Währung. Auch keine Kryptowährung. Es ist schlicht Betrug.“

Es wurde auch festgestellt, dass für den Handel und die Ausgabe der angeblichen Krypotwährung eine Zulassung durch die chinesischen Behörden vorliegen muss. Diese gibt es aber nicht, obwohl die Angeklagten genau das gegenüber den abgezockten Anlegern behauptet hatten.

Die 35 Verurteilten hatten Beträge zwischen 1.500 und drei Millionen US-Dollar eingesammelt. Insgesamt konnten von dieser Personengruppe rund 2,1 Millionen US-Dollar sichergestellt werden - ein Tropfen auf den heißen Stein. Alle Beschuldigten wurden schuldig gesprochen und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Hinzu kommen Geldbußen von bis 773.000 US-Dollar.

Das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife hatte den Angeklagten die anwaltliche Hilfe im Vorwege des Prozesses verweigert.

In der Vergangenheit hatte :gerlachreport bereits umfassend über die Situation in China berichtet. Die Meldungen aus Macau wurden jedoch als „Fake news“ abgetan. Tatsächlich hatte die Polizei dort, genau wie :gerlachreport das auch berichtete, die Führungsmannschaft aus China gefilmt und dann vor Ort zugeschlagen. Die jetzt durchgeführten Polizei- und Ermittlungsmaßnahmen haben direkt mit der Veranstaltung in Macau zu tun.

Das Betrugsnetzwerk OneCoin/OneLife wurde auch verurteilt, die eingenommenen Gelder an die chinesischen Anleger und Investoren zurückzuzahlen. Das jedoch wird abgelehnt.

In China liegt gegen die „Erfinderin“ Dr. Ruja Ignatova nach Auskunft aus Peking ein Haftbefehl vor - dieser soll schon kurzfristig in einen internationalen Haftbefehl umgewandelt werden, so dass die chinesischen Behörden weltweit Zugriff auf die Betrügerin bekommen.

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