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Charles Smethurst

Tolldreister Betrug in Hanau

Dolphin soll bundesweit als „unseriös“ an den Pranger

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Hanaus OberbürgermeisterClaus Kaminsky (SPD) will Dolphin Trust über den Deutschen Städtetag als unseriöses Unternehmen an den Pranger stellen

Charles Smethurst hat das denkmalgeschützte Hafenquartier mit 170 Wohnungen an britische Investoren verkauft - für 17 Pennies die Aktie. Jetzt kam heraus: Das gesamte Projekt wurde für angeblich 9,9 Millionen Euro an die „Acorn Growth Plc“, eine englische Aktiengesellschaft, verkauft. Das Problem: Das Unternehmen hat das Geld gar nicht. Insider vermitteln, dass hinter dem Deal „eine Riesenschieberei“ stattgefunden hat. Es ist von „Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Betrug“ die Rede. Die Verkäufer dieser Liegenschaften und Immobilien sind die Delphin Capital 112 Projekt GmbH & Co. KG, Delphin Capital 192 Projekt GmbH & Co. KG; Delphin Capital 126 Projekt GmbH & Co. KG und die Delphin Capital 214 Projekt GmbH & Co. KG. Diese Kommanditgesellschaften sind mit Investoren- und Anlegergeldern ausgestattet. Offensichtlich sollen die Investoren mit dem angeblichen Verkauf hinters Licht geführt werden.

Die Acorn Growth Plc wollte den Kaufpreis mit wertlosen Aktien bezahlen. Das würde auch die Vorwürfe erklären: Smethurst könnte den Verkauf vermelden - allein es fehlt das Geld. Der Insider weiter: „Durch eine geschickte Verbuchung holt sich das Unternehmen zunächst unberechtigt die Steuern und wäschst dann Schwarzgeld von Partnern aus Asien, indem es den hohen Kaufpreis über den eigentlichen Kauf der wertlosen Aktien finanziert.“

Im Hintergrund dieser dubiosen Machenschaften agieren Dolphin-Boss Charles Smethurst, der seit langer Zeit im Verdacht der Geldwäsche und Steuerhinterziehung steht und der Engländer Nigel Brent Fitzpatrick, der einen Ruf als Unternehmens-Beerdiger hat. :gerlachreport berichtete.

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) nennt Charles Smethurst „asozial“ und will das gesamte Geschäft jetzt noch torpedieren. Er habe kein Vertrauen, dass der jetzige „Möchtegern-Eigentümer“ auch nur irgendwas bewege. Daher müsse die Stadt die Siedlung am Kinzigheimer Weg über ein Vorkaufsrecht erwerben. In der Sondersitzung der Stadtverordneten wurden die entsprechenden Weichen gestellt. Es geht um den Rückkauf der in Hafennähe gelegenen Anlage mit 172 Wohneinheiten, die zum Spielball von „sogenannten Investoren“ geworden ist.

Sechs Eigentümer, die fast gar nicht sanierten, hat die Liegenschaft in den vergangenen acht Jahren gehabt. Die Häuser verfallen – und der Preis der Immobilie steigt. Die BGH verkaufte für 2,4 Millionen Euro, die Dolphin Trust GmbH kaufte 2014 für 6,1 Millionen Euro und hat kürzlich an eine umstrittene britische Investmentgesellschaft für - angesichts der Zustände vor Ort - „unfassbare“ 9,9 Millionen Euro verkauft. Bezahlt wurde aber nicht mit Geld, sondern mit Aktien. Das letzte Geschäft hält die Stadt für nicht rechtmäßig, sie hätte demnach zustimmen müssen.

In Bezug auf den letzten Kaufpreis und eine von Dolphin aufgestellte Übersicht der Sanierungskosten sprach SPD-Fraktionschefin Cornelia Gasche von „absurden Zahlen“. Wenn die Stadt nicht einschreite, werde es in dem Areal auch keine bezahlbaren Mieten mehr geben.

Die Opposition unterstützt den jetzt geplanten Rückkauf. Doch ob die Stadt am Kinzigheimer Weg bald wieder das Heft in der Hand hat, ist ungewiss. Dolphin weist den Vorwurf der Spekulation zurück. Kaminsky will klagen und „die Staatsanwaltschaft mit der weiteren Prüfung“ betrauen. Gleichzeitig kündigt er an, wenn nötig, Forderungen gegenüber Dolphin vollstrecken zu lassen und etwa über den Städtetag bundesweit öffentlich zu machen, dass dies „keine seriösen Geschäftsmodelle sind“.

Dem hat der :gerlachreport jetzt ein wenig vorgegriffen.

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