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Boris Becker

Warum platzte das S&K-Geschäft?

Jonas Köller hatte das Geld schon überwiesen

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Bis heute ist nicht geklärt warum Boris Becker das Geschäft mit S&K platzen ließ

Boris Becker wollte mit der dubiosen Anlagefirma S&K Geschäfte machen. Im Jahr 2011 sollte ein S&K Immobilienfonds das Haus seiner Eltern für 400.000 Euro kaufen. S&K-Boss Jonas Köller hatte vertragsgemäß das Geld sogar schon angewiesen. Das geht aus Unterlagen hervor, die die „Bild am Sonntag“ jetzt veröffentlicht hat. Möglicherweise war der mehrmalige Wimbledon-Sieger schon vor Jahren knapp bei Kasse. Ein dubioser Deal zwischen dem Ex-Tennisstar und der inzwischen zusammengebrochenen Anlagefirma S&K ist im letzten Moment geplatzt.

Becker traf sich am 3. August 2011 mit dem später verhafteten und zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilten Jonas Köller. Der wollte demnach „unbedingt“ das Elternhaus von „BB“ für einen seiner S&K-Immobilienfonds kaufen. Die Becker-Villa in Leimen mit einem 825 Quadratmeter großem Grundstück sollte für 400.000 Euro plus 14.000 Euro für die Grunderwerbssteuer verkauft werden. Ein Schnäppchen, wenn man den Werbewert für S&K berücksichtigt.

Becker und Köller unterschrieben den Kaufvertrag. Binnen weniger Tage hatte S&K hat den Kaufpreis und die Grunderwerbssteuer bereits auf ein Sonderkonto des Notars überwiesen. Teil der Abmachung: Beckers Mutter Elvira – heute 82 Jahre alt – sollte bis zu ihrem Tod mietfrei in dem Haus leben dürfen.

Becker selbst bekam ein zweijähriges Rückkaufsrecht für das Haus. Jedoch musste er noch einen Grundschuldbrief über 825.000 Euro beibringen, damit der Kaufvertrag wirksam werden konnte. Das versäumte Becker trotz mehrfacher Aufforderung ohne erkennbaren Grund. Köller hat daraufhin das Geschäft gekündigt.

Die S&K ist inzwischen zusammengebrochen. Köller wurde im Jahr 2013 verhaftet, saß vier Jahre in Untersuchungshaft und wurde im Frühjahr 2017 wegen Anstiftung zur Untreue zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.

Köller und seine Kompagnons sollen das Geld ihrer Anleger teilweise mit ihrem aufwendigen Lebensstil verprasst haben. Laut Anklage sollen sie mit ihrem Immobilienunternehmen 11.000 Anleger um 240 Millionen Euro gebracht haben.

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