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BitCoin: Experten warnen vor dem großem Crash

BitCoin kann die 2.000er-Marke testen

Berg- und Talfahrt beim BitCoin: Für die Anleger kann es jetzt ungemütlich werden

Die Deutsche Bundesbank warnt vor BitCoin. Kommt jetzt der große Crash? Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele: Wer sein Geld in den virtuellen Münzen anlegt, kann „große Verluste“ erleiden, meint Carl-Ludwig Thiele: „Der BitCoin ist ein Spekulationsobjekt, dessen Wert sich rapide verändert.“ Aus Sicht der Bundesbank sei der Bitcoin kein geeignetes Medium, um Werte aufzubewahren. Das zeige ein Blick auf die "sehr schwankungsanfällige Kursentwicklung".

Bitcoin gibt es seit 2009. Damals war die Währung lediglich ein paar Cent wert. Hinter dem virtuellen Geld steckt der Gedanke, eine Währung zu schaffen, die unabhängig von Staaten, Zentralbanken und der Geldpolitik ist. Erfunden wurde sie unter dem Eindruck der Finanzkrise. Die virtuelle Währung hatte allein in der vergangenen Woche ein Viertel an Wert gewonnen. Einige Experten sehen in der Netz-Währung die Zukunft des Geldes.

 

Die Entwicklung des BitCoin in den vergangenen zwölf Monaten: Ein Anstieg von 262 Prozent.

 

Der Bitcoin ist ein Tauschmittel, das nicht von einer Zentralbank herausgegeben wird, sondern von nicht bekannten Akteuren. Ich sehe ihn nicht als Währung“, sagte Thiele. Jeder Bürger, der sein Erspartes in Bitcoin anlegt, sollte sich die Kursentwicklung anschauen. „Wir können nur die Menschen davor warnen, den Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel zu benutzen. Aber wir treffen keine Anlageentscheidungen für die Bürger.

Aber: Die Deutsche Bundesbank muss von Haus aus gegen eine Kryptowährung sein, da ansonsten der Staatshaushalt in Gefahr geraten könnte. Thiele sieht derzeit keinen Anlass, ein Verbot des Bitcoin als Zahlungsmittel anzustreben. Nutzer dürften jedoch nicht gegen die Geldwäsche-Vorschriften verstoßen. Auch für das Finanzsystem stelle der Bitcoin derzeit keine Gefahr dar, zumindest solange er ein Randphänomen bleibe.

Pro Tag würden auf der ganzen Welt lediglich 350.000 Transaktionen mit dem digitalen Tauschmittel getätigt. Dagegen würden allein in Deutschland täglich 77 Millionen Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen abgewickelt.

 

Die Entwicklung des BitCoin in den vergangenen drei Monaten: Geraten in China und Indien die Märkte in Unruhe kann der Wert auf mehr als die Hälfte fallen.


Der Chef der deutschen Handelsplattform Bitcoin.de, Oliver Flaskämper, stellt klar: „Man kann Bitcoin nicht verbieten, es sei denn man verbietet das Internet oder aber zumindest Verschlüsselung innerhalb des Internets. Ein Verbot wäre ein reiner Papiertiger. Da man Bitcoins nicht wirksam verbieten kann, denke ich, dass der Bitcoin jede Kurskapriole überleben wird.“

Flaskämper rechnet weiterhin damit, dass der Bitcoin-Kurs in 2017 das Potenzial hat, auf bis zu 1.800 zu steigen und „vielleicht sogar die 2.000-Dollar-Marke zu testen“. Im Jahresmittel rechnet er mit einem Kurs um die 1.000 Dollar. Doch er warnt: „Bei schlechten Nachrichten aus China oder Indien kann der Kurs aber auch schnell zwischenzeitlich auf 500 Dollar und weniger fallen. Dieses Risiko muss man sich als Investor immer bewusst sein.“

Für ihn ist Bitcoin keine Zockerei: „Seit nunmehr gut sechs Jahren hat der Bitcoin bewiesen, dass die Technik funktioniert und die Transaktionen sicher prozessiert werden. Es gibt immer mehr Unternehmen und Behörden die Bitcoins als Zahlungsmittel annehmen oder in den Handel einsteigen und damit auch der breiten Bevölkerung deutlich machen, dass Bitcoin einen Wert hat.“

Langfristig ist noch viel mehr möglich: „Bitcoin hat aktuell eine Marktkapitalisierung von rund 14 Milliarden Dollar. Das entspricht gerade mal 0,25 Prozent des Wertes allen Goldes auf der Welt. Wenn man Bitcoins verstanden hat und so viel Phantasie entwickeln kann, dass Bitcoin wirklich mal so etwas werden könnte wie ein digitales Gold und Bitcoin irgendwann einmal nur zehn Prozent des Wertes allen Goldes hätte, dann müsste sich der Kurs von heutigen Niveau aus noch vervierzigfachen.

Es mache einfach Sinn, neben einem schwer zu transportierendem physischem Gold auch ein digitales Pendant zu haben.

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