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BIT

Sascha Sommer - Feind des deutschen Anlegers

Deutschlands größter Abzocker fällt über 70 Euro

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Die BIT Treuhand AG machte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 80 Millionen - wohl auch an der Steuer vorbei

Seit 2011 ist der 42jährige Sascha Sommer Chef der BIT Treuhand AG. Er hat das Sagen. Der Vater von vier Kindern hatte jetzt echten Erklärungsbedarf. Denn er musste seinen Kindern erzählen, warum so viele Fremde Männer in den Sachen wühlten. Ganz einfach: Die Steuerfahndung war zu Besuch. Sie kamen nach Augenzeugenberichten morgens um sechs Uhr.

Sascha Sommer hatte an diesem Tag nicht wirklich etwas Besonderes vor. Die Geschäfte laufen bei der BIT Treuhand AG. Sommer ist vielleicht Deutschlands größter Abzocker von Anlegern: Bis zu 25 Prozent Provision hat er in den vergangenen Jahren abgeräumt. Die Dummen waren immer Anleger und Investoren. Fest steht: Sommer hat bei S&K wie auch bei Malte Hartwieg 25 Prozent für deren Schrott kassiert. Anleger, die erfolgreich klagen, treffen in jüngster Zeit immer öfter auf Sommer, der regelmässig für seine sittenwidrigen Geschäfte belohnt wird: Er muss die Verluste der Investoren und Anleger bezahlen.

Zur Hausdurchsuchung kam es übrigens, weil Sommer offenbar eine Putzfrau nicht bezahlen wollte. Sie hatte noch einen Anspruch von 70 Euro. Weil Sommer nicht zahlte, warf sie Papiere und Unterlagen aus Papierkörben nicht in den Müll, sondern reichte diese an die Steuerfahndung weiter. Sag noch einer, Putzfrauen sind nicht clever.

Die Steuerfahndung kam dann mit der Kripo und nahm die BIT Treuhand und Sascha Sommers Haus auseinander. Sommer, der gerne kolportiert 2016 ein Absatzvolumen von 80 Millionen Euro zu haben, hat wohl an der falschen Stelle gespart. Von den bangen Fragen der Ehefrau und Kinder über die unsichere Zukunft mal ganz zu schweigen.

 

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