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OneCoin

Bis zu 16 Milliarden Dollar wurden weltweit abgezockt

Bisher waren amerikanische Ermittler "nur" von vier Milliarden US-Dollar ausgegangen

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Ist Ruja Ignatova am Schwarzmeer abgetaucht?

Ruja Ignatova soll inzwischen vom Schwarzmeeraus die Fäden ziehen. Sie ist auf russischer Seite abgetaucht, heißt es

Das Schneeballsystem OneCoin/OneLife hat weitaus mehr Schaden angerichtet, als bislang bekannt. Insider gehen inzwischen davon aus, dass bis zu 16 Milliarden US-Dollar verschwunden sind. Bislang waren amerikanische Ermittler von lediglich vier Milliarden US-Dollar ausgegangen. Diese Summe bezieht sich jedoch nach aktuellen Recherchen der BBC "nur auf einen Kontinent."

Der Brite Jamie Bartlett, der als verantwortlicher Redakteur hinter der Podcast-Serie der BBC "The Missing Cryptoqueen", steht, hat in weltweiten Recherchen diese neuen Zahlen ermittelt. "Ich war wie alle anderen auch davon ausgegangen, dass vier Milliarden eine ungeheure Schadenssumme sind", erklärte Bartlett, "aber als wir mit unseren Recherchen weitergingen und immer neue Geldverstecke und Löcher fanden, mussten wir unsere eigenen Zahlen massiv nach oben korrigieren."

Im Kern wir Bartlett auch von den amerikanischen Ermittlern bestätigt, die derzeit den Prozess gegen den OneCoin-Geldwäscher Mark Scott in New York führen. Mehr als 60.000 Seiten Beweise haben jetzt auch dazu geführt, dass der aktuelle OneCoin-Boss Konstantin Ignatov ein umfassendes Geständnis abgelegt hat. Seine Kernaussage: "Ja, OneCoin ist Betrug". Sein Geständnis und die Auswertungen der aktuellen Unterlagen haben zudem dazu geführt, dass der Prozess gegen Ignatov "um Monate verschoben" wird. Und die Auswertungen der neuen Beweise stehen ebenfalls noch an.

Jamie Bartlett hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kryptoqueen Ruja Ignatova zu finden. Ihr Bruder hat zu ihrem Aufenthaltsort keine Angaben gemacht, heißt es aus Gerichtskreisen in New York. Ruja Ignatova gilt als Vordenkerin des gesamten OneCoin-Betruges. Genau das hat auch Konstantin bestätigt.

Bartlett hat bei seinen Nachforschungen Dokumente ausgewertet, die belegen, dass allein in Europa OneCoin mehr als vier Milliarden US-Dollar eingesammelt hat. OneCoin hat danach im Verlauf des vierten Quartals 2014 bis zum dritten Quartal 2016 insgesamt 3,4 Milliarden Euro "erwirtschaftet".

Konstantin Ignatov sagte am 6. November in New York aus, dass das Sicherheitspersonal seiner Schwester aus Russland stammt. Beobachter gehen inzwischen auch davon aus, dass die Kryptoqueen nach Russland ans Schwarzmeer abgetaucht sein könnte. Jedenfalls belegen E-Mails und andere Kommunikationsmittel, dass die Verbindung nach Russland immer noch aktiv ist. Und über das Schwarzmeer ist sie auch schnell in Bulgarien.

Das würde auch erklären, warum das Betrugssystem OneCoin/OneLife, inzwischen um DealShaker erweitert, trotz aller Warnungen noch aktiv ist. "Das OneCoin-Projekt bleibt weiterhin voll funktionsfähig. Selbst die Muttergesellschaft des Projekts, OneLife, bekräftigt weiterhin das Mantra, dass "OneCoin nachweislich alle Kriterien für die Definition einer Kryptowährung erfüllt".

Ein New Yorker Prozessbeobachter: "Die laufenden Geschäfte des Unternehmens OneCoin/OneLife oder DealShaker sind nur eine Nebelwand, die den Anschein erwecken soll, dass das Projekt, wie in der ursprünglichen Roadmap dargelegt, noch fortgesetzt wird. Dafür spricht auch, dass die Mutter von Ruja und Konstantin Ignatov immer noch im OneCoin-Büro in Sophia arbeitet.

Sie zieht jetzt alle Fäden. So bleiben die Milliarden auch in der Familie.

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