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Aras Group

Besuch in Dubai: Was von der Aras Group übrig bleibt

Wie wir den Berufsverbrecher Frank Kahn ("Der Hexer") gefunden haben

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3. Etage im Block A 4: Das Zimmer 307 gehört dem „Welt-Unternehmen“ Aras Group. Sie sind auf dem Flur mit ihrem kleinen Büro nahezu die einzigen Mieter. Da fällt der betrug offenbar weniger auf

Das „Welt-Unternehmen“ Aras Group ist ein krimineller Papiertiger. Ein Kleinunternehmen, das nur ein Ziel hat: Betrug und Abzocke. Das ist das Ergebnis eines Besuches in Dubai. Das Schlimme: Immer noch fallen Anleger und deutsche Unternehmer auf die arabischen Märchen herein. Der Berufsverbrecher Frank Kahn, alias Sebastian Müllerberg, ist der Kopf der Unternehmensgruppe, deren Reich auf gerade einmal 120 Quadratmeter geschrumpft ist. Umgeben von leeren Büros und verlassenen Etagen.

Die Wunderwelt der Aras Group. Alles das managt und schafft eine kleine Gruppe um den Berufsverbrecher Frank Kahn, alias Sebastian Müllerberg. Der besuch in Dubai lohnt: Jetzt weiß man, wie man die Ganoven am schnellsten weggreift

Die Aras Group hat Unternehmer aus der ganzen Welt um Millionen geprellt. Für angebliche Kredite, die reiche Scheichs in Millionenhöhe bereitstellen sollten, wurden nach vorliegenden Recherchen bis zu 240.000 Euro Vorkasse kassiert. Bekommen haben die Unternehmer und Unternehmen nichts. Nachdem sie bezahlt hatten, wurden sie beschimpft, bedroht und im Internet bloßgestellt.

Hinter der Methode steht der Berufsverbrecher Frank Kahn, der offenkundig unter falschen Namen von Dubai aus sein Unwesen treibt. Kahn, der auch als Sebastian Müllerberg betrügt, ist eine rheinische Frohnatur, die inzwischen von mehreren deutschen Staatsanwaltschaften gesucht wird. Spuren führen in Verstecke nach Belgien und in andere Orte. Kahn, der sich auch „der Hexer“ nennt und von rechtsradikalen Medien feiern lässt, ist schnell zu greifen.

Die Aras Group hat nach den investigativen Berichten und Aufklärungen ihr Geschäftsmodell geändert: Jetzt sammeln sie das Geld der Anleger (Nachrangdarlehen) ein. Aber eines ist sicher: nachdem sie bereits Millionen abgezockt haben, dürfte auch das Geld der Anleger schnell in den Taschen der Kriminellen verschwinden. Leere Büros, leere Versprechen, leere Kassen - die Aras Group steht für Leere in jeder Beziehung.

Das Büro der Aras Group ist spiegelgleich wie dieser Plan. Es liegt in der Mitte des Flures. Die Büros in der Nachbarschaft sind leer. Keine Spur von den angeblich zahlreichen Mitarbeitern und Aktivitäten. Die Aras Group ist ein Betrugsnetzwerk

Dubai, World Head Quarter, Dubai South. Hier befindet sich die DWC Free Zone. Berufsverbrecher Frank Kahn und seine kriminellen Helfer berichten gerne, dass man deshalb keine Informationen über das weltumspannende Firmennetz bekommt - Freihandelszone. Rechtsfreier Raum. Platz für den Betrug im Grenzgebiet zwischen Dubai und Abu Dhabi. Ein schöner Komplex: Zehn Büroblöcke mitten in der Wüste.

Die Büroblöcke sind miteinander verbunden, unterteilen sich in die Abschnitte A und B. Dein „Businesspark“, der mehr freie Büros hat, als Mieter. Im Eingangsbereich A 4 zur Aras gibt es einen kleinen Supermarkt für Getränke und einen kalten Imbiss. Der Security-Mitarbeiter ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er denen ein Auge gönnt, die rein oder rausgehen.

Dritter Stock: Knapp eine Handvoll Büro sind vermietet, mehr als 20 Einheiten stehen leer. 307 - die Aras Group. Kein Hinweisschild, kein Firmenname, nichts. Eine indische „Empfangsdame“ hockt hinter einem Schreibtisch. Zwei weitere indische oder pakistanische Frauen sind im Büro. Kommt ein Fremder, gehen sie.

Links neben de Eingangstür ein Besprechungstisch. Vier Meter lang, zweieinhalb Meter breit. Berufsverbrecher Frank Kahn trägt Jeans, ein rotes Polohemd. Auf dem rechten Unterarm ein kleines Tattoo.

Wir haben ihn gefunden.

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