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Autark/Stage

Berufsverbrecher Stefan Kühn will Stage kaufen

„Mit dem Kauf werde ich zur absoluten Nummer Eins in Deutschland“

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Stage Entertainment ist selbst für Stefan Kühn einige Nummern zu groß: In Hamburg hat der Plan zur Belustigung des Managements geführt

Berufsverbrecher Stefan Kühn ist verzweifelt: Seine Autark-Geschäfte sind pleite, Anleger fordern Millionen. Seine Idee: Er wird Deutschlands wichtigster Musical- und Musikmanager. Er will die Stage Entertainment GmbH kaufen. Dafür sammelt er Millionen. Damit kann er dann auch gleich die Autark-Anleger ruhig stellen.

Nach eigenem Bekunden sind die Gespräche mit den Gesellschaftern des Hamburger Unternehmens schon weit gediehen. Kühn den Gesellschaftern „ein tragfähiges Finanzierungsmodell“ und „gesicherte Zahlen“ vorgelegt haben. Hinter den Theaterkulissen sollen bereits „finanzstarke Partner“ ihren Willen erklärt haben, mit dem Berufsverbrecher gemeinsame Sache zu machen. Wie viel Geld Stefan Kühn berets eingesammelt hat, steht in den Musical-Sternen. Tatsache dürfte aber sein, dass bis jetzt jeder Euro verloren ist - das ist die Musik des Betrügers.

Stage Entertainment ist mit Shows in Hamburg (Der König der Löwen, Aladdin, Kinky Boots, Mary Poppins, Ghost, Cirque Du Soleil Paramour), Oberhausen (Tarzan, Bat Out Of Hell), Berlin (Blue Man Group, Ghost, Tanz der Vampire), München (Fack Ju Göthe) und Stuttgart (Bodyguard, Der Glöckner von Notre Dame, Anastasia, Aladdin) und dem Tour-Spektabkel Mamma Mia! Deutschlands größter Veranstalter.

Stefan Kühn ist mit seinem „Theater am Marientor“ in Duisburg dagegen Kreisklasse. Doch das ficht den Mann, der in den letzten 20 Jahren hauptsächlich durch Betrug seinen Lebensunterhalt betrieben hat, nicht an. Er und seine Investitionskumpanen wollen 1.700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die einen Umsatz von mehr als 310 Millionen Euro machen, mal eben zum Frühstück vernaschen.

„Ich brauche einen neuen Lebensinhalt“, verriet Kühn einen Investor, der sich :gerlachreport anvertraut hat, „mit der Hilfe der Investitionen und dem Kauf von Stage werde ich zur absoluten Nummer Eins.“ Die ist Stefan Kühn längst: Als Betrüger in einem der größten Betrugsfälle der Nachkriegszeit wird er seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicherlich finden. Auch wenn er hier nur unter den Top10 zu finden ist: Als Lügner ist er die absolute Nummer Eins.

:gerlachreport hat nachgefragt: In Hamburg zeigt man sich hanseatisch bedeckt und will eine offizielle Stellungnahme erst gar nicht abgeben. Inoffiziell hat die Ankündigung von Stefan Kühn zur Belustigung des Managements geführt: „Es ist schon ein tolldreistes Stück, dass jemand wie Stefan Kühn, der sein Leben als Berufsverbrecher führt, einem soliden, ehrlichen und sauberen Unternehmen eine solche Räuberpistole unterjubeln will. Unfassbar!“

Vielleicht macht man aus dem Plan des Stefan Kühn ja ein tragfähiges Musical: Von einem der auszog, die Welt zu betrügen und lustige Lieder singt. „Atemlos in den Knast“ ist das Schlußlied. Ex-TaM-Theaterchefin Sabine Kühn besorgt die Auftaktarie: „Mein (Ex-)Mann ist ein Gangster!“

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