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Autark

Berufsverbrecher Stefan Kühn erteilt sich Hausverbot

Offiziell ist er nur noch Privatmann: Kühn passt wohl auf die Autark-Millionen auf

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Im Theater hat er offiziell Hausverbot: Stefan Kühn wohnt aber immer noch in Duisburg in der Autark-Villa Friedrich-Wilhelm-Strasse 51. Nur für den Fall, dass Autark-Anleger dort ihr Geld abholen möchten

Stefan Kühn ist ein besonderer Berufsverbrecher: Dem fällt immer noch etwas ein, selbst wenn die Lage scheinbar hoffnungslos ist. Sein jüngster Coup: Er lässt Mitarbeiter seines „Theaters am Marientor“ in Duisburg ausrichten, dass er nach den umfassenden staatsanwaltlichen Ermittlungen „Hausverbot“ im Theater habe.

Das zeigt das gesamte Ausmaß seines kriminellen Denkens: Stefan Kühn, alias Stefan Koschate, hat sich „offiziell“ von den Geschäften verabschiedet. Er sieht sich als Privatmann, der sich nicht mehr um Geschäfte kümmert. Da braucht er als Privatmann dann auch sein Büro im Theater nicht mehr.

Im Hintergrund agieren dafür halbseidene Marionetten, die ihren Kopf für seine umfassenden Betrugsgeschäfte hinhalten (:gerlachreport berichtete). Nach jüngsten Informationen baut Stefan Kühn mit den gestohlenen Autark-Millionen derzeit als „Privatmann“ neue Geschäfte auf. Dafür ist er sogar wieder in sein altes Dortmunder Büro gezogen.

Die Scharade und Posse des Berufsverbrechers ist auch bei der Staatsanwaltschaft in Dortmund bekannt. Nach der Auswertung der ersten Unterlagen der Hausdurchsuchungen in mehr als 40 Objekten und Unternehmen, die der Autark-Gruppe zugerechnet werden, wird Stefan Kühn dort als Beschuldigter durchgehend als „faktischer Geschäftsführer“ geführt.

Ein faktischer Geschäftsführer ist eine Person, die die Fäden zieht. Rechtlich wird die GmbH nur durch den im Handelsregister eingetragenen Geschäftsführer vertreten. Bei Stefan Kühn sind das Strohmänner oder Strohfrauen, die nur vorgeschoben sind. Hinter den Kulissen zieht er weiterhin die Fäden.

Im Fall des „Theaters am Marientor“ kommt das offizielle „Hausverbot“ gerade richtig: Das Theater wurde über ein Unternehmen auf den British Virgin Islands erworben und ist danach an den Autark-Anlegern mehrfach illegal verschoben worden. In Deutschland wurde das Theater durch die TaM Betriebsgesellschaft geführt - Stefan Kühn hat allein über dieses Unternehmen mehr als 1,5 Millionen Euro zu Seite geschafft.

Autark-Anlegern wurde vorgegaukelt, dass das Theater einen Wert von mehr als 30 Millionen Euro habe. Jetzt steht es vor der Pleite: Monatliche Betriebskosten von rund 200.000 Euro bleiben unbezahlt. :gerlachreport hatte bereits mehrfach von der bevorstehenden Pleite berichtet, die bis heute offiziell ausgeblieben ist. Grund: Stefan Kühn hat Monat für Monat die Betriebskosten aus unterschlagenen Geldern bezahlt, die er auf geheimen Konten mit seinem „Schattenkabinett“ bunkert. Dafür wird das Theater als Geldwaschanlage genutzt.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat Belege dafür gefunden, wie die Gelder und Autark-Sachanlagen verschoben worden sind. Da war es dann für Stefan Kühn einfach, sich als „Privatmann“ zurückzuziehen und so zu tun, als habe er mit alldem nichts zu tun. Denn der muss nach derzeitigem Stand mit einer Haftstrafe von mehr als zehn Jahren wegen gewerbsmässigem Betrug, Untreue, Urkundenfälschung, Geldwäsche und anderer Vermögensdelikte rechnen.

So ist es der deutschen Gründlichkeit zu verdanken, dass die Spur Stefan Kühn nicht kalt wird. Trotz seines Daseins als Privatmann: Offiziell ist der Ganove nach Auskunft des Sozialversicherungsträgers bei der GFE Immobilien & Handels GmbH In Leipzig angestellt. Tatsächlicher Geschäftsführer ist hier Holger Demmig. Wie auch bei der TFC Invest UG. Faktischer Geschäftsführer in den Unternehmen ist natürlich Stefan Kühn.

Holger Demmich, :gerlachreport hatte es schon frühzeitig berichtet, ist für Kühn nur ein „nützlicher Idiot“. Sehr nützlich: Er wäscht die Autark-Millionen. Zusammen mit Rechtsanwalt Jens Walther. Walther, Demmig und Kühn teilen sich zudem ein Büro.

Da werden dann die neuen Schweinereien ausgeheckt.

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