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Verbrechen

Baupläne: 3D-Waffen ganz einfach zu produzieren

Waffen aus dem 3D-Drucker in den USA verboten - Pläne sind aber weltweit abrufbar

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Bereits am Dienstag wurden Pläne für eine weitgehend aus Plastik bestehende Pistole vom Typ „Liberator“ online gestellt. Mehr als 10.000 Nutzer haben inzwischen die Daten für den 3D-Druck der Komponenten und die Anleitung heruntergeladen

Pläne für den Bau von Waffen mithilfe eines 3D-Druckers dürfen in den USA vorerst nicht veröffentlicht werden. Das entschied ein Gericht in Seattle. Die Pläne sind jedeoch nim Internet weiter verfügbar. Der zuständige Richter begründete seine Entscheidung damit, dass die Verbreitung der Pläne US-Bürgern irreparablen Schaden zufügen könnte.

Die Firma Defense Distributed, die hinter der Bauplänen steckt, hatte sich mit dem US-Justizministerium nach einem jahrelangen Rechtsstreit darauf geeinigt, die Anleitungen für Plastikpistolen ab Mittwoch veröffentlichen zu dürfen. Dagegen reichten am Montag Generalstaatsanwälte aus acht Staaten Klage ein. Ihr Argument: Die Waffen ließen sich im Nachgang nur schwer nachverfolgen und seien für Terroristen und Verbrecher daher ein Geschenk.

Mit seiner Entscheidung gab der Richter in Seattle nun den Klägern recht. US-Präsident Donald Trump hatte sich wenige Stunden zuvor persönlich in die Debatte eingeschaltet. Er habe bereits mit der Waffenlobby NRA über die entsprechenden Waffen gesprochen, twitterte er und ergänzte: „Scheint nicht viel Sinn zu machen.“

„Ich habe eine Frage an die Trump-Regierung: Warum ermöglichen Sie gefährlichen Kriminellen einfachen Zugang zu Waffen?“, kritisierte der Hauptkläger Bob Ferguson, demokratischer Generalstaatsanwalt im Staat Washington. Die per Download verfügbaren Waffen müsse man nicht registrieren. Sogar von Metalldetektoren würden sie nicht erkannt. Und jeder – ungeachtet von Alter, psychischer Verfassung und Vorstrafen – könne sie haben.

Einige Waffenanhänger führen dagegen an, dass die Technik teuer ist und die Waffen unzuverlässig sind. Die Sorgen seien deswegen überzogen.

Bereits am Dienstag wurden Pläne für eine weitgehend aus Plastik bestehende Pistole vom Typ „Liberator“ online gestellt. Mehr als 10.000 Nutzer haben inzwischen die Daten für den 3D-Druck der Komponenten und die Anleitung für deren Zusammenbau heruntergeladen.

Einen ersten Entwurf für eine druckbare Waffe hatte Cody Wilson, Gründer von Defense Distributed, bereits 2013 online gestellt. Die Vorlagen wurden damals etwa 100.000 Mal heruntergeladen, auch von Nutzern außerhalb der USA. Das US-Außenministerium schritt rasch ein und zwang Wilson mit Verweis auf die Waffenexportgesetze, die digitalen Anleitungen wieder aus dem Netz zu nehmen.

Defense Distributed ging bereits mit einer eigenen Klage gegen Gegner in die Offensive. Das Unternehmen sei das Opfer einer „ideologisch befeuerten“ Kampagne der „Einschüchterung und Schikane“, hieß es in einer am Sonntag eingereichten Klageschrift in Texas, dem Standort von Defense Distributed. Dessen Anwalt Josh Blackman sprach von einem „einfachen Fall“.

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