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PortaCapitalis

BaFin ermittelt wegen „unheimlicher Geschäfte“

Das Unternehmen für direkt in die Untiefen des Organisierten Verbrechens

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Das Angebot der Porta Capitalis hat das Interesse der BaFin geweckt. Gegen das Unternehmen und seine Gesellschafter wird ermittelt

Die deutsche BaFin hat „umfassende Ermittlungen“ gegen das Göttinger Unternehmen Porta Capitalis eingeleitet. Es geht, wie :gerlachreport erfuhr, um „unheimliche Geschäfte“: Indizien und Hinweise führen nicht nur in das Organisierte Verbrechen, sondern direkt in die Wohnzimmer des deutschen Kapitalgraumarktes, der sich derzeit offenbar neu organisiert. Neue Kleider in alten Strukturen: Anleger und Investoren sollen ausgenommen werden. Ab 100.000 Euro ist man dabei.

Auf seiner Internetseite preist das Unternehmen eine „Anleihe“ mit einer „festen Verzinsung von 6,25% p.a.“ an. Die Laufzeit des Angebotes beträgt volle vier Jahre, das Zeichnungsvolumen beträgt 10 Millionen Euro, die Zinsen sollen einmal jährlich ausgeschüttet werden. Ein entsprechendes genehmigtes Angebot mit einem von der BaFin oder einer anderen europäischen Finanzaufsicht abgenommenen Prospekt gibt es nicht.

Der bisherige Geschäftsführer von Porta Capitalis, Axel Hauck, hatte seine Tätigkeit aus wichtigem Grund niedergelegt und die Austragung aus dem Handelsregister erwirkt.

Kein einfacher Schritt: Handelsregister dürfen Geschäftsführer nur austragen, wenn hierfür gravierende Gründe vorliegen. Gegenüber :gerlachreport wollte sich Hauck zu den tatsächlichen Vorgängen nicht äußern, sagte aber, dass es „grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten mit den Gesellschaftern über die weitere Ausrichtung des Unternehmens gab, die eine weitere Zusammenarbeit unmöglich machten.“

Porta Capitalis wurde 2015 als „Edelmetall Tausch GmbH“ in Düsseldorf gegründet. Anfang dieses Jahres wurde das Unternehmen dann umbenannt und bekam einen neuen Geschäftszweck: „Der Erwerb, der Verkauf, die Vermietung, die Verwaltung von eigenen Immobilien, ohne Bauträgertätigkeit nach § 34 c Gewerbeordnung; Unternehmensberatung mit Ausnahme von Rechts- und Steuerberatung; Tätigkeit einer Werbeagentur; der Erwerb, die Veräußerung sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen; der Ankauf und die Verarbeitung von Altgold zu handelbarem Anlagegold in Barrenform. Weiterer Gegenstand der Gesellschaft sind Tätigkeiten nach §§ 34 c, d, f, i Gewerbeordnung.“

Bis heute ist kein neuer Geschäftsführer ernannt und im Handelsregister eingetragen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen als Tarngesellschaft genutzt werden soll. Für Geschäfte des Organisierten Verbrechens. Dafür sprechen mehrere Indizien: Das Unternehmen wird auf dubiosen Internetseiten eines Leipziger Internetbetreibers beworben, dem enge Beziehungen zum kriminellen „Sachsensumpf“ nachgesagt werden.

Mit der Niederlegung seiner Geschäftsführertätigkeit begann zudem eine gezielte Rufmordkampagne gegen Axel Hauck auf einem Internetportal, das seit mehr als 15 Jahren Unternehmen und Personen erpresst. Der Betreiber des Portals arbeitet weiterhin eng mit den führenden Köpfen des deutschen Kapitalgraumarktes zusammen und lässt sich von diesen bezahlen. Abgerechnet wird über Konten in den USA.

Auch diese Verbindungen sind derzeit Ziel weitreichender Ermittlungen: Gegen den Betreiber laufen diverse Strafermittlungen wegen gewerbsmässiger Erpressung, Nötigung und gewerbsmässiger Steuerhinterziehung. In einem Verfahren bei der Staatsanwaltschaft in Hof geht es gar um eine Verabredung zu einem Tötungsdelikt.

Sicherlich ein Stück deutscher Einzigartigkeit. Im Impressum heißt es lapidar: „übergangsweise ohne Geschäftsführer“

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