Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

Autark

Warum die Hells Angels Vorstände besetzen

Zurück

Es dürfte das erste Mal in der Geschichte eines börsennotierten Unternehmens sein, dass Rocker den Vorstand bestimmen

Die Autark Group AG hat einen schlechten Start: Stefan Kühn, alias Koschate, vorbestrafter Vorstand darf eigentlich nicht. Dimitrios Paparas hat als Vorstand seinen Job nur durch die schlagkräftigen Argumente der „Hells Angels“ bekommen. Erste Kursmanipulationen. Das kann und wird nicht gut enden.

So präsentiert die die Autark Group AG auf dem Börsenzettel

 

Nicht viele börsennotierte Aktiengesellschaften haben verurteilte Verbrecher als Vorstände. Das ist verboten. Doch für die Autark Group AG mit ihrem Vorstand Stefan Kühn gelten die Regeln des deutschen Aktiengesetzes nicht. Danach dürfen wegen Betrugs vorbestrafte Personen nicht Vorstände einer Aktiengesellschaft sein.  Das wird im § 76 des Aktiengesetzes geregelt. Nur einen Tag nach der „Außerordentlichen Hauptversammlung“ wurden gegen Vorstand und Aufsichtsräte Strafanzeigen gestellt. Gleichzeitig wurde die Börsenaufsicht informiert.

 

Das Aktiengesetz sagt genau, was geht und was nicht geht. Stefan Kühn geht nicht

 

Es ist ein tolldreistes Stück, was der Kriminelle Stefan Kühn und seine dünnbrettbohrenden Vasallen unter dem Namen Autark Group AG da veranstalten. Beginnen wir mit dem Ziel des Unternehmens: Derzeit gibt es 400.000 Aktien des Unternehmens für einen Stückpreis von einem Euro. Das Ziel ist es, Aktien oder Genußrechte zu einem horrenden Preis an Anleger zu verkaufen. Ist dieser Preis erreicht, fällt der zuvor nach oben manipulierte Kurs. Die Anleger sind ihr Geld los.

30. März 2017: Nahezu über Nacht ist der Wert des Unternehmens auf 2,6 Millionen Euro gestiegen. 

 

Mit einem Stammkapital von 400.000 Euro, keinerlei Geschäftstätigkeiten außer Betrug, ist das Unternehmen genausoviel wert: 400.000 Euro. Praktisch über Nacht liegt der Wert des Unternehmens jedoch bei 2,6 Millionen Euro. Das geht so: Am 30.3.2017 wurden um 14:06:59 Uhr sechs Aktien zu einem Preis von 6,50 Euro gekauft. Kaufpreis: 39 Euro. Da bei einer Aktie Angebot und Nachfrage gilt, ist der hier gezahlte Betrag dann maßgeblich für den Preis. So wurde aus einem wertlosen Unternehmen eine 2,6 Millionen Euro Bude. Wir der Börsenkurs jetzt mal eben auf 25 Euro hochgeschraubt („Ein Schnäppchen für den Anleger“) ist die Autark-Bruchbode zumindest auf dem Papier 10 Millionen wert. Aber so soll es ja nicht bleiben: Dumme Anleger werden das Papier schon kaufen.

Hinter diesem Konzept steckt der Berliner Aktienmanipulateur Bernd Henke, der auch tief im Betrugsverfahren der Sensus Vermögen steckt. Henke war bis zur Überschreibung der PS Vermögensverwaltung AG Berlin, Vorstand und hat seit 2007 durch ordentliche Jahresabschlüsse zumindest dafür gesorgt, dass zwar keine Umsätze da waren, dafür aber die Bücher stimmen. Das ist wichtig, weil so der gute verlauf des Unternehmens dokumentiert werden kann. Eine übliche Betrugsmasche.

Dann hat er Stefan Kühn das Unternehmen verkauft. Aus der PS Vermögensverwaltung AG wurde die Autark Group AG mit dem Kriminellen Stefan Kühn, alias Koschate als Vorstand. Illustre, kompetenzfreie Freunde aus dem betrügerischen Autark-Netzwerk wurden „Aufsichtsräte“: Hans Peter Heikel, Joachim Bölting und Falk Rogalla.

Ach ja: Da ist noch Dimitrios Paparas, der sich gerne mit falschen Doktortiteln schmückt und seine Bestallung wohl nur der Tatsache zu verdanken hat, dass Hells Angels bei Stefan Kühn schlagkräftige Argumente hatten und ihn überzeugten, dass es gut sei, den falschen Doktor mit ins Vordstandsteam zu nehmen. Das ist auch wichtig, weil so zumindest für den Augenblick die Geldwäsche der Hells Angels aus Drogenhandel, Prostitution, Waffengeschäfte und Erpressungen sichergestellt werden kann.

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.