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Autark

Autark-Verbrecher organisieren sich jetzt neu

Aufsichtsrat hat gewerbsmässigen Betrug, Geldwäsche, Veruntreuungen, Unterschlagungen und Steuerhinterziehungen aktiv gefördert

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Autark-Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Peter Heickel ist offiziell zurückgetreten und hat sein Amt niedergelegt. Damit kann er sch aber nicht aus der Haftung schleichen

Die Schlinge um die Hälse der Autark-Verantwortlichen zieht sich zu. Vermeintlich clevere Lösung: Wir tun so, als sei nie etwas gewesen. Autark-Aufsichtsratschef Hans-Peter Heickel kennt sich mit Pleiten gut aus. Er hat sozusagen das Pleite-Gen in seinem Blut: Immer bevor es auch ihn erwischen konnte, hat er das Weite gesucht. Die Dummen waren immer die anderen und der feine Herr behielt meistens eine weiße Weste. Das könnte sich jetzt ändern. Denn das, was Ende der vergangenen Woche hinter verschlossenen Türen passiert ist, dürfte schon in Kürze Gerichte und Staatsanwaltschaften beschäftigen.

Denn die Herren um den Berufsverbrecher Dr. Stefan Koschate, alias Stefan Kühn, haben einfach die Uhren zurückgedreht. Die Autark Group AG hat es eigentlich gar nicht gegeben. Sie hat auch nicht versucht, die Anleger, die um mehr als 50 Millionen Euro geprellt wurden, weiter zu prellen. Und es hat auch keine Aussagen gegeben, dass „kein Autark-Anleger um sein Geld fürchten muss.“

Autark-Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Peter Heickel und die Aufsichtsratsmitglieder Jürgen Blume (Köln) und Hans Günter Michels (Pulheim) versuchen sich aus den illegalen Geschäften ihres Vorstandes zu stehlen wie die Diebe in der Nacht. Dabei war es Hans-Peter Heickel, der noch Sonnenschein verbreitete, als der Sturm sich zusammenbraute. Aber statt sich um seine Verantwortung zu kümmern, hat er lieber Gläubiger bedroht - so, wie er das auch schon in der Vergangenheit gerne und oft getan hat.

Denn kommt tatsächlich heraus, was der Aufsichtsrat an Versäumnissen und Unterlassungen wirklich auf seine Schultern geladen hat, dürften die drei Herren des Aufsichtsrats ihre Sparkonten plündern und die geprellten Autark-Anleger und Investoren schadlos halten. Denn sie haben gewerbsmässigen Betrug, Geldwäsche, Veruntreuungen, Unterschlagungen und Steuerhinterziehungen aktiv gefördert.

Nachdem :gerlachreport auch noch die Strafakten des Dr. Stefan Koschate, alias Stefan Kühn veröffentlicht hatte, war Holland in Not. Hans-Peter Heickel hatte diese Akten frühzeitig in der hand. Getan hat er nichts. Die Aufsichtsratssitzung sollte erst mit Behördenvertretern und Presse stattfinden, am Ende kam eine lächerliche Pressemitteilung heraus, die an Dreistigkeit, Lügen und Halbwahrheiten kaum zu überbieten ist:

„Am heutigen Tag hat der Aufsichtsrat der Autark Group AG zu einer außerordentlichen Sitzung geladen. Zu dieser Sitzung war der allein verbleibende Vorstand Stefan Kühn eingeladen.

Aufgrund der irritierenden Informationspolitik wurde der Vorstand aufgefordert, zu den öffentlichen Anschuldigungen Stellung zu beziehen.

Richtig ist, das die Autark Group AG keinerlei Beteiligungen hält und kein operatives Geschäft abwickelt. Richtig ist auch, dass geplant war, alle Aktivitäten der Autark über diese Gesellschaft abzuwickeln. Dies ist aber zu keinem Zeitpunkt formal erfolgt.

Das Kapitalanlage Geschäft wird nach wie vor über die Autark Invest AG in Lichtenstein, Mauren abgewickelt.

Da offensichtlich über den Wert und die Bedeutung der Gesellschaft Missverständnisse bestehen, erklärten alle Aufsichtsratsmitglieder Ihren sofortigen Rücktritt von Ihren Ämtern.

Da das Vorstandsmitglied Dr. Dimitrios Paparas bereits sein Amt niedergelegt hat, dies auch vom Aufsichtsrat angenommen wurde, erklärte das Vorstandsmitglied Stefan Kühn, ebenfalls seinen Rücktritt.

Gleichzeitig erklärte er, das er dass Unternehmen in seiner Eigenschaft als Alleinaktionärs über eine entsprechende Agentur zum Kauf angeboten habe. Zur Zeit liegen bereits Kaufgebote der Agentur vor.

Als Zeitrahmen für die Abwicklung ist spätestens das erste Quartal vorgesehen. Herr Kühn wurde beauftragt, die formellen Schritte zeitnah einzuleiten. Die Entlastung der Organe erfolgte in einer unmittelbar anschließenden außerordentlichen Hauptversammlung unter Einbeziehung eines Wirtschaftsprüfers.

Duisburg 12.1.2018

Im Klartext: Die Verbrecher organisieren sich neu. Denn tatsächlich wurden über das Unternehmen Autark Group AG Geschäfte in sechsstelliger Höhe abgewickelt. Diese Geschäfte werden jetzt dem Unternehmen in Liechtenstein zugeordnet. Dabei hatte bereits die Finanzaufsicht des Landes Kapitalanlage-Geschäfte der Autark untersagt. Rechnungen an die Autark Group AG blieben monatelang unbezahlt - auch hier liegt jetzt gewerbsmässiger Betrug vor. Das wusste auch Pleiten-Spezialist Hans-Peter Heickel, der jetzt persönlich zur Rechenschaft gezogen wird. Sein Argument, er habe von den Geschäften seines Vorstandes Stefan Kühn nichts gewusst, werden nicht greifen: Auch hier war Heickel frühzeitig informiert.

Berufsverbrecher Dr. Stefan Koschate und seine kriminelle Ehefrau Sabine Kühn werden nach diesem Schlamassel überlegen, welche neue Firma mit welchen neuen Aufgaben aus dem Boden gestampft werden soll. Nur eines muß das neue Unternehmen wirklich gut können: Anleger, Investoren und Lieferanten aufs Kreuz legen. Daß Stefan Kühn sein Amt als Vorstand seiner eigenen börsennotierten Unternehmung niederlegt, dürfte als makabrer Scherz gelten. Kühn hatte mit der Autark Group AG und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Heickel Pläne entwickelt, wie der Aktienkurs der Autark Group „nach oben manipuliert werden kann“, damit Investoren und Anleger erkennen, „dass das Unternehmen werthaltig ist und die Anlagen sicher sind.“

Diese E-Mails liegen :gerlachreport vor.

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