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Autark

So wurde Stefan Kühn aufs Kreuz gelegt

Was hat Autark von dem Schneeballsystem gewusst?

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In Oliver Nacke hat Stefan Kühn seinen Meister gefunden: Er kann noch besser betrügen als der Autark-Boss

Stefan Kühn, alias Koschate, neuerdings Vorstand der Autark Aktiengesellschaft, ist kräftig aufs Kreuz gelegt worden. Man könnte auch sagen, dass der Betrüger einem noch besseren Betrüger auf den Leim gegangen ist. Hinter dem Beschiß verbirgt sich ein Firmenkonglomerat mit dem Namen Archea. Stefan Kühn hat alles gewusst. Als er verkünden ließ, dass „die Biogaspark Deutschland sämtliche Gewinnerwartungen der Autark-Holding erfülle und über genügend Kapital verfüge, um ihre Geschäftsziele zu erreichen, da stand fest: Die Autark hat viel Geld verloren. Viel Geld der Anleger. Ob mit der Ankündigung jetzt auch der Straftatbestand der Veruntreuung erfüllt ist, muss jetzt der Staatsanwalt prüfen.

Fest steht: Bereits im Dezember 2016 wurde über das Vermögen der Archea Anlagenbau GmbH in Hessisch Oldenburg das Insolvenz­verfahren eröffnet. An dieser Gesell­schaft, die zusammen mit anderen Firmen der Archea Gruppe den Anlagenbau, den Vertrieb, die Planung sowie das biologische und tech­nische Know-how für die Biogas­unternehmungen bündelt, besitzt die Autark Invest Anteile. Es handelt sich um eine Tochtergesell­schaft der Biogaspark Deutsch­land GmbH. Tatsäch­lich haben drei weitere Firmen der Archea-Gruppe im letzten Jahr Insolvenz­anträge gestellt: Archea Service GmbH, Archea Bioenergie GmbH und die Archea Biogast­echnologie GmbH.

Bis hierhin ist der Vorgang bekannt. Nicht bekannt ist, dass sich hinter der Arche ein kriminelles Schneeballsystem verbirgt: Die Anlagen wurden mit dem Landwirt oder Wirtschafter vor Ort gemeinsam als Gesellschaft gekauft. 20 Prozent Eigenanteil wurde eingezahlt, darauf hin zahlte eine finanzierende Bank die restlichen 80 Prozent aus.

Als nächstes überwies man sich das komplette Kapital, abzüglich der Kaufsumme der Anlage, in die eigene Anlagenbaufirma für den angeblichen Umbau. Von dort konnte man das Geld durch die verschiedenen Firmen wieder in den Biogaspark zur Zahlung der nächsten Eigenanteile und zum stopfen alter Löcher nutzen.

Umgebaut wurde an den Anlagen jedoch nur so, das sie möglichst günstig irgendwie wieder ans Netz gehen konnten. So entstanden bilanztechnisch wertvolle Anlagen, die jedoch kaufmännisch einen viel geringeren Wert haben. Durch Fehlplanungen und schlechten Umbau werfen von allen Anlagen des Biogaspark nur die wenigsten einen Gewinn ab. Einige der Anlagen sind seit längerem komplett vom Netz.

Eine wertlose Biogasanlage von Archea. Millionen sind offenbar auch auf dem Balkan versickert

Ein Insider gegenüber :gerlachreport: „Trotz der Umtransferierung der Gelder spitzte sich die finanzielle Situation im Biogaspark immer weiter zu. So war zur Vorfinanzierung der erforderlichen Substrate in der Ernte kein Kapital vorhanden. Es wurden nur geringe Erntemengen eingelagert. Um den Kollaps zu vermeiden, verfütterte man ab Anfang 2015 illegale Substrate in den Anlagen. Durch Fälschung der Wiegelisten und Betriebsprotokolle wurden Umweltgutachter und Behörden getäuscht. Wird diese illegale Verfütterung aufgedeckt, hat das unwiderruflich den Verlust der wertvollen EEG-Boni zur Folge. Bei einem Verstoß sind diese für immer verloren und die entsprechende Anlage ist eine entsorgungpflichtige Bauruine. Auf einer Anlage wurde dieser Verstoß entdeckt. Doch wer glaubt, dass darauf ein Umdenken stattfand, sieht sich getäuscht. Die von den Behörden gesperrten Substrate, die entsorgt werden mussten, wurden einfach auf andere Biogaspark-Anlagen gefahren und dort weiter verfüttert“.

Jetzt muss geklärt werden, ob der Investor Autark von diesen Vorgängen wusste und was er unternommen hat, die Vorgänge zu unterbinden.

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