Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

Stefan Kühn

Autark-Boss hat einen „veritablen Dachschaden“

Schlosser-Ausbildung, Obergefreiter, technischer Betriebswirt, Millionen-Betrüger

Zurück

Es wird ein psychologisches Bild gezeichnet, das Stefan Koschate „einen veritablen Dachschaden“ bescheinigt

Der Münchner Rechtsanwalt Götz Georg von Geldern-Crispendorf ist ein heller Kopf: Mit einem gekauften psychologischen Gutachten bekam schon mancher Krimineller Strafmilderung. Der Trick: Wird eine „psychologische Störung“ attestiert, kann das im Strafmaß schon einige Jahre Freiheit bedeuten. Auch der Berufsverbrecher Stefan Kühn hat ein derartiges Gutachten. Es wurde im „Klinikum rechts der Isar“ in München erstellt. Fachabteilung Psychiatrie und Psychotherapie. :gerlachreport liegt es vor.

Darin erfahren wir, dass der kriminelle Autark-Boss nicht nur eine schwere Kindheit hatte, sondern besonders unter seiner Mutter Christel Koschate leidet und litt. Ihr sei zuzuschreiben, dass Sohn Stefan, aus dem später Stefan Kühn wurde, eine steile Karriere als Berufsverbrecher machte.

Ihr permanenter Wunsch nach noch mehr Geld und Luxus habe den armen Sohn auf die schiefe Bahn gebracht, steht zu lesen. Dazu kam sein daraus resultierender Machtdrang und sein permanetner Wunsch nach „Mehr“.

Frei nach dem Motto: Schuld haben immer nur andere, wird ein psychologisches Bild gezeichnet, das Stefan Koschate „einen veritablen Dachschaden“ bescheinigt. Das sagt jedenfall ein Psychiater, dem :gerlachreport das Gutachten zur Bewertung gegeben hat.

„Es ist ganz deutlich, dass dieses Gutachten eine bestellte Arbeit ist, die das ausschließliche Ziel hatte, Sand in die Augen der Justiz zu streuen“,so die Stellungnahme. Offenbar war das für 3.000 Euro an einem Freitagnachmittag erstellte Werk, dann so schwach, dass selbst der Ganove es nicht für seine Verteidigung im einstigen Strafverfahren vor dem Landgericht in Siegen einführte.

Natürlich, so steht in dem Gutachten auch, habe auch der frühe Tod seines Vaters Eckhard für Sohnemanns Dachschaden gesorgt. Vater Eckhard Koschate verstarb 54jährig an Gehirntumor. Dem Sohn fehlte mithin die „Bezugsperson“. Papa Koschate hat dann nicht mehr viel von der späteren Karriere seines Sohnes mitbekommen: Schlosser-Ausbildung, Obergefreiter der Bundeswehr, technischer Betriebswirt, Millionen-Betrüger.

Stefan Koschate, heute Stefan Kühn, ist verantwortlich für einen aktuellen Schaden von mehr als 50 Millionen Euro. Mehr als 3.500 Anleger haben durch leere Versprechen ihr Geld verloren - Stefan Kühn hat es eingesteckt und so „geschickt“ investiert, dass heute die Millionen gut versteckt sind. Erst Mitte Juni hat er noch laut getönt, dass er in Liechtenstein „mindestens noch neun Millionen Euro versteckt“ habe.

Die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Dortmund wird eine solche Aussage freuen: Sie konnte bei einer Razzia nur kleine Teile des angeblichen Autark-Vermögens sicherstellen.

Unterdessen nimmt der Autark-Boss mit dem „veritablen Dachschaden“ derzeit eine Auszeit. Dem Vernehmen nach plant er ein neues psychologisches Gutachten, das ihn vor dem erneuten Knast retten soll. Die Erfolgsaussichten dürften gar nicht so schlecht sein: Wer so bekloppt ist wie Stefan Kühn bekommt sicherlich mildernde Umstände.

Der Münchner Rechtsanwalt Götz Georg von Geldern-Crispendorf ist dann nicht mehr behilflich. Ihn hat Stefan Kühn ebensowenig bezahlt, wie Dutzende anderer Berater und Helfer.

Für zehn Jahre freie Kost und Logis dürfte es also allemal reichen.

Christel Koschate ist an allem schuld

Der Berufsverbrecher litt besonders unter der Mutter Christel Koschate, heißt es. Ihr Wunsch nach Reichtum und Luxus habe den Sohn auf die schiefe Bahn gebracht

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.