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Autark

Anleger wollen sich um Stefan Kühn „kümmern“

„Ich habe einbezahlt, damit die Verantwortlichen auf die Fresse bekommen.“

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Der Berufsverbrecher Stefan Kühn, alias Stefan Koschate vor seinem haus in Duisburg. Er öffnet das Tür, sorgt sich um seine Sicherheit: Aufgebrachte Autark-Anleger machen Jagd auf den Mann, der ihr Geld gestohlen hat

Jetzt machen Autark-Anleger Jagd auf den Berufsverbrecher Stefan Kühn, alias Stefan Koschate und sein kriminelles Netzwerk Jörg Schneider, Adele Raschke und Jens Walther. Das geht aus E-Mails und verschiedenen Mitteilungen hervor, die :gerlachreport zugespielt worden sind. Demnach steht derzeit ein sechsstelliger Betrag zur Verfügung, „um Stefan Kühn auszuschalten“.

Stefan Kühn wird vor seiner Wohnung in Duisburg, Friedrich-Wilhelmstrasse 51 ebenso beobachtet, wie Jörg Schneider und die Autark-Kriminelle Adele Raschke, die von Olpe aus ihr Unwesen treiben. Unter Autark-Anlegern machen auch Fotos die Runde, die Stefan Kühn und seine Tochter Laura Koschate ungeschützt in Duisburg und Olpe zeigen.

Kühn fährt einen silberfarbenen Audi A7 mit dem polizeilichen Kennzeichen DU-SK 2410, seine Tochter Laura Koschate einen silberfarbenen VW-Passat mit dem polizeilichen Kennzeichen HAM-AD 400. Ein Autark-Anleger: „Das sind wirklich leichte Ziele. Die bewegen sich völlig frei und unbehelligt. 

Bislang wurde der Berufsverbrecher von albanischen Schlägern bewacht, die polizeibekannt sind. Laura Koschate werden enge private Verbindungen zu dem kriminellen Clan nachgesagt, die auch vor Körperverletzungen, Bedrohungen und Meserattacken nicht halt machen.

Nach Informationen des :gerlachreport haben mehrere Autark-Anleger Gelder in inzwischen sechsstelliger Höhe gesammelt, „um die Angelegenheit Stefan Kühn in die eigenen Hände zu nehmen.“ Private Schlägertrupps und „Problemlöser“ sind demnach längst in Duisburg, Olpe und Leipzig.

Das ist offenbar auch Ausdruck der Unfähigkeit der Staatsanwaltschaft Dortmund, der es bis heute nicht gelungen ist, Licht ins Dunkel dieses 50-Millionen-Euro-Betruges zu bringen (:gerlachreport berichtete). Die Autark-Anleger fühlen sich „schlecht, oder gar nicht behandelt“. Angebliche Zeugenvernehmungen von Autark-Anlegern, die das gesamte Ausmaß des Betruges beweisen sollen, sind Mangelware.

In Olpe (In der Wüste 16) treiben Jörg Schneider und die kriminelle Autark-Oma Adele Raschke ihr Unwesen. Auch sie stehen nach Informationen des :gerlachreport „umfassend unter Beobachtung. Auch sie sollten sich nicht sicher fühlen“, heißt es.

Die insolvente Pleitefrau Adele Raschke versucht derzeit mit dem Unternehmen RAHL Geschäftsbesorgungsgesellschaft noch einmal, Autark-Anleger zu betrügen. Angeblich will Oma Raschke mit dem Unternehmen, das komplett Stefan Kühn gehört, Forderungen der Autark-Anleger aufkaufen. Das Problem: Adele Raschke und das Unternehmen haben dafür gar kein Geld. Den Autark-Anlegern platzt der Kragen.

Auch der Leipziger Rechtsanwalt Jens Walther steht unter der Beobachtung der Autark-Anleger: Walther hatte trotz vorliegender Arreste und Zahlungsverbote die Gelder von Stefan Kühn und seiner Unternehmen „gewaschen“. Unter Walthers Anleitung wurden verschiedene neue Unternehmen gegründet, damit die Zahlungsströme aus neuen Betrügereien (Inco Genossenschaft) weiter fließen können. Hierfür hatte Walther auch seine Rechtsanwaltkonten für die Geldflüsse von Stefan Kühn zur Verfügung gestellt.

Auch in diesem Fall, wie bei Jörg Schneider und Adele Raschke, ermittelt die Staatsanwaltschaft. Aber die aufgebrachten Autark-Anleger vermuten auch hier, dass die Anzeigen erst gar nicht bearbeitet werden.

Deshalb greifen sie zur Selbsthilfe: „Viele von uns haben ihr Erspartes verloren. Wir haben in gutem Glauben handelt. Stefan Kühn und seine Helfer, auch die Vermittler haben uns betrogen. Der Fall ist eindeutig und klar. Die Staatsanwaltschaft schläft“, sagt ein Autark-Anleger gegenüber :gerlachreport, „am Ende hat man nur die Wahl einer späten Genugtuung. Ich habe in den Fonds einbezahlt, damit die Verantwortlichen mal richtig auf die Fresse bekommen.“

Vielleicht sieht man in den nächsten Tagen dann auch wieder die albanischen Schläger. Aber auch hier gilt: Es gibt immer noch bessere „Problemlöser“. Die Staatsanwaltschaften sollten zügig tätig werden - sonst gerät der Autark-Skandal noch aus den Fugen.

Autark-Anleger schreiben dem :gerlachreport anonym oder mit Namen. Sie sind auf die Staatsanwaltschaft stocksauer. Weil sie in der Sache untätig ist und Stefan Kühn und sein kriminelles Netzwerk weiter tätig ist

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