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Armin Dietrich

Tolldreistes Schurkenstück

Jetzt prüft der Staatsanwalt das Verhalten von Dietrich

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Das wird teuer für Vertriebsdirektor Armin Dietrich und seine Mitglieder in der Interessengemeinschaft: Erst kümmert sich der Staatsanwalt, dann die Gerichte um den Schadensersatz

Armin Dietrich weiß, wie man richtig Geld verdient. Und wie man richtig abzockt. Doch das, was er jetzt macht, ist an Dreistigkeit in Deutschland wohl einmalig. Man muss dem „Fachwirt für Finanzberatung“ schon Geschick im schmutzigen Spiel attestieren. Schläue jedoch nicht. Denn das Schurkenstück des Mannes aus dem baden-württembergischen Laupheim wird ihm jetzt mit lautem Getöse und voller Wucht auf die Füsse fallen - zum Leidwesen der Anleger. Denn es wird richtig teuer.

Die Geschichte des „Vertriebsdirektors“ Armin Dietrich geht so: Für gutes Geld hatte er sich bei einem Unternehmen in Dortmund verdingt und im Laufe mehrerer Monate Dutzende Anleger für Nachrangdarlehn geworben. Jeder weiß, dass das in die Hose gehen kann - aber nicht muss. Vor allem, wenn man so wenig Sachkenntnis wie Armin Dietrich hat und das Euro-Zeichen in der Pupille zu seinem größten Erkennungszeichen gehört.

Herausgekommen sind während seiner Tätigkeit siebenstellige Umsatzzahlen und am Ende ein leidendes Unternehmen. Das hat es vor allem auch Armin Dietrich zu verdanken. Seiner Dreistigkeit, Illoyalität und vielleicht sogar seiner kriminellen Energie. Das muss jetzt der Staatsanwalt prüfen.

Auf dem Weg zum Erfolg kam es zu einer finanziellen Rutschpartie, die Dietrich, der sich inzwischen mit der Geschäftsleitung überworfen hatte, für ein klassisches Foulspiel der ganz üblen Sorte nutzte: Obwohl er vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet gewesen wäre und als „Vertriebsdirektorgleichermaßen in der Haftung für Schieflagen stand, wiegelte er seine Kunden gegen seinen Brötchengeber auf: Ihr Investment sei gefährdet trompete er, man müsse sofort reagieren.

Er fand seinen Mitspieler in dem Rechtsanwalt Wolfgang Benedikt-Jansen, der einen mehr als zweifelhaften Ruf als „Fachanwalt für Bankrecht und Kapitalmarktrecht“ genießt, dafür aber eine eine erstklassige Reputation als Anwalt, der gerne bei den Mandanten abkassiert. Egal, was da kommt.

Wahrscheinlich braucht auch Benedikt-Jansen jeden Cent. Immerhin ist das Internet voll von seinen tausenden Mandaten, die er so bearbeitet haben will. Erstaunlich, dass er dann auch noch die Kunden von Armin Dietrich als Mandanten benötigte. Dietrich bestätigte gegenüber dem :gerlachreport, dass er für jedes „vermittelte Mandat eine Provision kassiert.

Und weil auch das noch nicht ausreicht, hat der findige Vertriebsdirektor, inzwischen von allen guten Geistern verlassen, sogar eine „Interessengemeinschaft“ gegründet. Mit sich als Vorsitzenden. Für diese Tätigkeit dürfen dann die leidgeprüften Anleger auch noch bezahlen - Dietrich berechnet, das ergeben Unterlagen, die :gerlachreport vorliegen, pro Stunde mindestens 50 Euro.

Um das tolldreiste Schurkenstück noch einmal in seiner kompletten Wertschöpfung zu verstehen: Vertriebsdirektor Armin Dietrich kassiert für die Vermittlung von Anlegern. Dann schleicht er sich aus der Verantwortung und Haftung, tut sich mit einem geldgeilen Advokaten zusammen, inszeniert ein gewaltiges Tohuwabohu, lässt die selben Anleger den Anwalt für Maßnahmen bezahlen, die zu nichts führen, kassiert hierfür Provisionen und gründet dann eine „Interessengemeinschaft“ und kassiert hier weiter ab.

Unabhängig davon, dass das Ganze hoch strafbewehrt sein dürfte, begründet dieser Vorgang einen derart hohen Schadensersatzanspruch, dass jetzt die teilnehmenden Anleger in der „Interessengemeinschaft“ gemeinschaftlich für den Schaden aufkommen dürfen: Da es in Deutschland keine RechtsformInteressengemeinschaft“ gibt, haftet jedes Mitglied mit seinem vollständigen Vermögen für den Unsinn und die Vertuschung von Armin Dietrich. Da kommen Millionenforderungen auf den Fachwirt für Finanzberatung und seine Mitglieder zu - jeder Gesellschafter der Interessengemeinschaft haftet mit seinem gesamten Privatvermögen. Insoweit wird die Regelung über die Handelsgesellschaft (§128 Handelsgesetzbuch - HGB) entsprechend angewendet.

Tatsächlich, das hat Armin Dietrich gegenüber :gerlachreport in einem Telefonat bestätigt, wollte er mit der Aktion nur erreichen, dass das Geld seiner Anleger in die Immobilienklitsche Thamm & Partner GmbH Berlin gesteckt wird. Dort drücken Schulden in einer Höhe von rund 20 Millionen Euro. Dietrich ist nämlich hier inzwischen ebenfalls „Vertriebsdirektor“. Neben seiner Tätigkeit als „Geschäftsführer“ bei der Comfort-Haus GmbH. Die macht zwar keinen Umsatz, versteht sich aber als „Bauträger“ - da ist jeder Anleger herzlich für den zu erwartenden Totalverlust willkommen.

Ob der Mann noch durchblickt?

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