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Aras Group

Übler arabischer Betrug zu Lasten deutscher Unternehmen

Arabische Finanzierungsmafia legt Unternehmen und Unternehmer rein

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Dubai hat für viele magische Anziehungskräfte. Dabei ist die Stadt eine Hochburg für Ganoven und Betrüger

Araber haben Geld. Araber müssen Geld haben: Das scheinen viele deutsche Unternehmer zu denken, wenn sie sich auf die Suche nach internationalen Finanzierungsmöglichkeiten umschauen. Irgendwann kommen sie dann auch nach Dubai und finden bei geschickter Suche die Angebote der Aras Group DWC LLC in Dubai. Aber sie sind nicht allein: Da gibt es auch andere obskure Unternehmen. Die sitzen wahlweise in Katar, Oman oder Abu Dhabi. Es scheint, als würde dieses Unternehmen im Geld schwimmen. Und gegen entsprechende Konditionen machen die Araber dann auch schnell den Geldhahn auf.

Oder auch nicht: „Ich habe einen Vertrag unterschrieben“, berichtet ein deutscher Unternehmer :gerlachreport, „habe mehr als 250.000 Euro an Provisionen vorab bezahlt und bis heute kein Geld bekommen. Das ist Betrug“. Kein Einzelfall. Immer mehr Geprellte melden sich zu Wort. Keiner hat von ihnen Geld bekommen, aber alle haben gezahlt.

Dubai ist längst zu einer internationalen Hochburg für Ganoven, Erpresser und Betrüger geworden. Auch wenn „offiziell“ mitgeteilt wird, die Scheichs würden „Unredlichkeit in jeder Form nicht akzeptieren“, so sieht die Wahrheit ganz anders aus: Von hier werden internationale Abzock-Kartelle betrieben. Die Polizei und Behörden interessiert das nicht. Dubai ist ein sicherer Hafen.

Will man den Berichten glauben, dann ist die Aras Group Teil nur ein kleiner Teil dieser Maschinerie. Unter dem Mantel der Seriosität werden unlautere Methoden angewendet. Bekannt sind die Nigeria-Methoden, die fast jeder von uns kennt: Man bekommt eine E-Mail und wird um Hilfe gebeten, um ein Zig-Millionen-Geschäft (Erbschaft, verschollene Konten etc.) zu realisieren. Zahlt man vorab eine „Bearbeitungsgebühr“ ist man im Spiel - nur leider gibt es kein Spiel. Dafür ist das Geld weg.

Die Aras Group und ihre angeschlossenen Betrugsunternehmen, so der Vorwurf, betreiben dieses „Nigeria-Spiel“ vornehmlich mit Unternehmen und Unternehmern aus Deutschland oder deutschem Hintergrund. Da geht es dann angeblich um die Finanzierung von Kraftwerken, Brauereien oder Medienhäusern. Millionen spielen keine Rolle - jede Finanzierung unter 50 Millionen Euro gilt als „läppisch“ - da werden viele Unternehmer schwach.

Es gibt nämlich für Unternehmen und Unternehmer gute Gründe, sich Kapital im Ausland zu holen: Das Unternehmen kann sich internationalisieren, es gibt Möglichkeiten steuerlicher Lösungen und Optimierungen, die ein Geschäft lukrativ werden lassen. Und glaubt man den Schilderungen, dann ist die Aras Group generell mit zweistelligen Millionenbeträgen behilflich. Aber nicht nur die Aras. Es wird mit angeblichen Rückversicherern verhandelt und oftmals steht der sagenumwobene „Katar-Fonds“ im Mittelpunkt. Und der ertrinkt, glaubt man den Schilderungen, im Geld.

Warum beim Betrug kleckern, wenn man auch klotzen kann? Dubai ist weit weg. Und hinter dem undurchsichtigen Firmengeflecht der Aras Group stehen noch mehr undurchsichtige Personen, die im deutschsprachigen Raum werben. Geht es um Transparenz steht man indes mitten im arabischen Sandsturm: Anfragen werden nicht beantwortet, die entsprechenden Personen sind auch über die Kontakte der deutsch-arabischen Handelskammer oder die diplomatischen Vertretungen nicht auffindbar.

Unterdessen machen immer mehr Geschichten von Unternehmern die Runde, die Opfer der Mafia um die Aras Group geworden sind: Nach den Finanzzusagen werden sogar Verträge unterschrieben, Zahlungen vereinbart und Rückzahlungsdaten genannt. Bei Prozentsätzen zwischen 6,3 und knapp sieben Prozent kann sich das Geschäft tatsächlich lohnen. Kann - wenn man denn nicht Opfer der Mafia um die Aras-Gruppe und ihrer deutschsprachigen Protagonisten geworden ist.

 

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