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Autark

Anwalt Jens Walther als polnischer Geld-Verschieber

Sabine Kühn nach Selbstmordversuch offenbar weiter im Koma

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Zwischen Alete und Windeln wurden offenbar „auch große Geldbeträge in bar“ über die Grenze geschmuggelt. Das Familien-Idyll des Rechtsanwaltes Jens Walther war eine perfekte Tarnung

Der Leipziger Autark-Anwalt Jens Walther soll nach jüngsten Erkenntnissen „Millionenbeträge“ nach Polen verschoben haben. Das wurde gegenüber :gerlachreport aus gut unterrichteten Kreisen bestätigt. Jens Walther ist auch Aufsichtsratschef der dubiosen INCO-Genossenschaft. Dahinter steckt der Berufsverbrecher Stefan Kühn, alias Stefan Koschate. Er teilt sich mit Jens Walther auch das Büro in Leipzig.

Die INCO Genossenschaft wurde demnach von Stefan Kühn „nur als Verschieberampe für Autark-Gelder benutzt“. Da Kühn bewusst war, dass seine illegalen Geschäfte auf Kosten der Genossenschaftsmitglieder nur von kurzer Dauer sein würden - „wegen der negativen Berichterstattungen“ - diente die Genossenschaft nur als „Blender“: Hinter einer angeblich seriösen Fassade fanden die „kriminellen Verschiebungen und illegalen Geldwäscheaktion statt.“ Darüber hatte :gerlachreport bereits mehrfach berichtet.

Jens Walther, gegen den zahlreiche Strafverfahren und Untersuchungen der sächsischen Rechtsanwaltskammer laufen, ist mit einer Polin verheiratet und reist mit Kind und Kegel gerne in die Heimat seiner Ehefrau. Jetzt kam heraus: Zwischen Alete und Windeln wurden offenbar „auch große Geldbeträge in bar“ über die Grenze geschmuggelt. Das Familien-Idyll war eine perfekte Tarnung.

In Polen wurden dann unter verschiedenen Namen, auch im Namen der Ehefrau von Jens Walther, Konten angelegt, auf denen der Berufsverbrecher Kühn die Autark-Anlegergelder gebunkert haben soll.

Dieser Spur gehen jetzt auch die Ermittler der neunköpfigen „Sondereinheit Autark“ der Kripo Dortmund nach. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hatte im Juli 40 Objekte durchsucht und mit mehr als hundert Beamten Computer, Akten und Mobiltelefone beschlagnahmt. Ferner wurden alle Vermögensgegenstände, die mittel- oder unmittelbar dem Vermögen der Autark-Gruppe zugeordnet werden können, beschlagnahmt: Immobilien, Schmuck, teure Kleidung, Handtaschen und Kunstgegenstände.

Wenige Tage später hatte sich die Ehefrau des Berufsverbrechers Stefan Kühn das Leben nehmen wollen. Sie soll dem Vernehmen nach immer noch im Koma liegen.

Jens Walther ficht das nicht an: Der Geldbote der Autark-Gruppe, der monatlich zwischen acht- und zwölftausend Euro für seine Drecksarbeit kassiert, organisiert unterdessen in Polen die Geldgeschäfte seines Herrn. Und vermutlich auch seine eigenen. Denn Walther ist wie Kühn Zielscheibe der staatsanwaltlichen Ermittlungen.

:gerlachreport erfuhr: Bis zum heutigen Tag sei es nur deshalb nicht zu einer Verhaftung gekommen, weil die Ermittlungen durch das „Unternehmensgestrüpp“ des Betrugsteams Stefan Kühn/Jens Walther „so u umfangreich sind, dass wir bei einer Untersuchungshaft in Zeitprobleme bekommen wären“, wie ein Ermittler bestätigt.

Jetzt, nach der großen Autark-Razzia stehen die Zeichen offenbar auf Sturm für das Gangsterpaar. In Polen sollen jedenfalls erste Ermittlungen stattgefunden haben.

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