Diese Seite verwendet Cookies.

Mehr erfahren

SWM

Angebliches SWM-Gold sorgt für echte Jubelszenen

So werden SWM-Anleger und Vermittler betrogen

Zurück

So viel Gold hat Moreno Baran noch nie gesehen: Es ist weniger als zwei Prozent des Soll-Bestandes der SWM AG. Wo ist der Rest?

Mit seinen 47 Jahren ist Moreno Beran, Mittelfeld-As beim SV Hohenlinden II, B-Klasse 6, zwar nur eine Liga über Tischfußball, aber er weiß zu jubeln: Der Anblick des angeblichen SWM-Goldes in der Schweiz sorgte bei ihm für händehochreißende Freundenszenen und bei der doofen SWM-Klientel für den Beweis, dass doch Gold da ist. In Wirklichkeit ist das Foto Beihilfe zum gewerbsmässigen Betrug. Denn das abgebildete Gold stellt weniger als zwei Prozent der Goldmenge dar, die die SWM AG für ihre Anleger kaufen sollte. Wo bitte ist der Rest?

Moreno Beran ist ein gefährlicher Mann: Er verführt Menschen zu einer Kapitalanlage von der er keine Ahnung hat. Sonst hätte er beim Anblick des Goldes nur verwundert die Augenbrauen hochgezogen.

Moreno Beran ist aus dem Holz, aus dem SWM-Vermittler geschnitzt sind: Keine Ahnung vom Produkt oder Goldmarkt, berufsfremd, gierig, gut vernetzt, meistens dumm und immer nützliche Idioten. Sie sind damit auch nahezu deckungsgleich mit der Zielgruppe - so werden die Millionen eingesammelt

Die SWM-Flüsterer haben ihn geködert, weil er als Co-Trainer viele Kontakte hat. Beim SV Hohenlinden gibt es genug Dumme, denen man die wertlose Anlage andrehen kann. Aber nicht nur dort. Beim VfB Stuttgart hat er als Speed-Trainer mit den besten im deutschen Fußball gearbeitet. Prominente Namen machen sich gut in einer Vita, die ansonsten zumindest wirtschaftlich am Existenzminimum krebste. Seine „Intelligent Speed“ mit dem Unternehmen „Moreno Sport UG“ schaffte es zumindest 300 Euro Startkapital aufzubringen. Dafür liegen bis heute keine Bilanzen vor.

Flop mit Ansage: Obwohl Moreno Beran verpflichtet ist Bilanzen vorzulegen, gibt es die seit 2012 nicht. Das ist immer ein Zeichen für wirtschaftlichen Misserfolg.

Das Angebot der SWM AG war für den Gescheiterten ein Rettungsanker: Beran verdient an den Provisionen. Und die steigen je mehr er umsetzt.

In der Schweiz macht er seine Jubelbilder. Endlich der Beweis: Das Gold der SWM AG. Offenbar setzen schon beim Geruch des Goldes sämtliche restlich verbliebenen Gehirnzellen aus: Das besichtigte Gold in der Schweiz gehört vermeintlich gar nicht der SWM. Schlaue Verkäufer hätten die Echtheit der Barren ebenso geprüft wie die Nummern und die Punzen, die Echtheitssiegel.

Jetzt wird in der sektenähnlichen SWM-Gemeinde das „Beweisfoto“ als Mittel für „Lügen der Presse“ verwendet - insbesondere als Argument gegen die Berichterstattung des :gerlachreport. Die Sache hat nur einen Haken: Selbst wenn der Tresor der SWM AG gehören würde, das würde das dort abgebildete Gold gar nicht ausreichen, um die Ansprüche der durch die „TaskForce SWM“ vertretenen SWM-Anleger zu decken. Und das von nur drei Mandanten der TaskForce.

Als Speedtrainer weiß Moreno Beran, dass beim Laufen Glückshormone ausgeschüttet werden. Er sollte sich bei der SWM nicht weiter zu einem nützlichen Idioten machen lassen und ganz schnell weglaufen. Er weiß ja wie das geht. Und seine Suche nach dem Glücksgefühl befriedigt er dabei auch noch. Auf der Fußball-Plattform „FuPa.net“ steht über ihn: „Moreno hat bisher keine Highlights“.

Seine Flucht vor der SWM wäre doch eines. Bevor es zu spät ist.

 

Zurück

The next big story

Haben Sie die nächste große Geschichte?

Möchten Sie diese mit dem :gerlachreport teilen?

Wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, sich mit unseren Journalisten in Verbindung zu setzen und Materialien zu liefern. Kein Kommunikationssystem ist völlig sicher, aber unsere Möglichkeiten werden helfen, Ihre Anonymität zu schützen.

Bitte senden Sie keine Rückmeldungen, Story-Ideen, Pitches, Leserbriefe oder Pressemitteilungen über diese Kanäle.

Für eine allgemeinere Korrespondenz nutzen Sie bitte unsere regulären E-Mail-Adressen.

Ihr sicherer Kontakt

Neben unseren regulären E-Mail-Adressen haben wir für vertrauliche Nachrichten und Mitteilungen ein Postfach eingerichtet, das über Pretty Good Privacy (PGP) verfügt und absolut sicher ist:

redaktion.dta@protonmail.com

Bitte hinterlassen Sie auf jeden Fall eine Telefonnummer. Wir rufen Sie innerhalb kürzester Zeit zurück.

E-Mails an die Redaktion oder Chefredaktions-Adresse werden durch die Sicherheitsabteilung überprüft. Es kann vorkommen, dass für die Verifizierung des Absenders ein Personennachweis angefordert wird, wenn der Verdacht einer Identitätsfälschung vorliegt oder vorliegen könnte.

Was ist ein guter Tipp?

Ein starker News-Tipp hat mehrere Komponenten.

Die Dokumentationen oder Nachweise sind wichtig.

Spekulationen können spannend sein. Verdächtigungen oder Behauptungen, die einer Überprüfung nicht standhalten, sind es nicht.

Eine guter Nachrichten-Tipp beschreibt ein klares und verständliches Problem. Die Suche nach Hilfe, weil großer Schaden oder Leid angerichtet wurden. Falsche Verdächtigungen helfen niemandem und führen nicht zu einer Veröffentlichung.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Manchmal ist ein kleiner Hinweis das fehlende Puzzlestück in einem gesamten Themenkomplex, der von uns ohnehin bearbeitet wird. Besonders wichtig: Hinterlassen Sie bitte eine Kontakt-Telefonnummer.

Gute Tipps sind:

Hier ist ein Beweis dafür, dass in einer Behörde, Organisation oder einem Verband gemauschelt, getrickst und getäuscht wird.

Hier ist der Beweis dafür, dass Anlegergelder falsch oder illegal benutzt werden.

Hier ist der Beweis, dass betrogen, unterschlagen oder veruntreut wird.

Hier ist der Beweis für Täuschung, falsche Versprechen und üble Abzocke.

Wir kontrollieren alle Nachrichten regelmäßig, können aber nicht versprechen, dass jeder Informant umgehend eine individuelle Antwort erhält.

Sämtliche Kommunikation unterliegt der strikten Vertraulichkeit.